Schnelles Verfahren senkt Kosten

Wasserleitung wird im Burgwald mit dem Pflug verlegt

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Pflugverfahren: Dieses Fahrzeug pflügt einen 1,50 Meter tiefen Graben und legt die Wasserleitung (blau) ebenso hinein wie hinein wie ein Kabelleerrohr (schwarz) . Dann fällt die Erde wieder von alleine zusammen. Der Lkw vorne zieht das Fahrzeug mit einer Seilwinde. 

Burgwald. Es ging schneller und wird günstiger als geplant: Der Bau der neuen Wasserleitung vom Hochbehälter Burgwald zum Tiefenbrunnen Wiesenfeld ist bereits abgeschlossen.

Grund: Auf zwei Dritteln der 1725 Meter langen Strecke konnte die Leitung eingepflügt werden. Ausgeschrieben waren die Arbeiten als eine Kombination aus offener Bauweise – Ausbaggern von Gräben – und Bohrspülverfahren – Verlegung unter der Erde. Den Zuschlag bekam die Tiefbaufirma NR aus dem Erzgebirge, die sich auf das Pflugverfahren spezialisiert ist. In Absprache mit Hessen-Forst konnten mit dieser Technik ein Großteil der Wasserleitung und ein Kabelleerrohr verlegt werden. Ein spezielles Fahrzeug pflügt dabei 1,50 Meter tief in den Boden und verlegt gleich anschließend die Leitungen in die Erde. Die Erde fällt dann von alleine wieder zufällt. Sie muss lediglich noch mit einer Walze befestigt werden, erläutert Jutta Biermann, Bauleiterin im Planungsbüro Oppermann.

„Das hat noch nicht mal einen Tag gedauert“, sagt der Burgwalder Wassermeister Thomas Neugebauer. Allerdings waren da schon alle Vorarbeiten geleistet worden und die Leitungsstücke lagen zusammengeschweißt bereit.

Vor allem entlang eines Waldrückeweges wurde so verfahren. Als die Maschine an einem steilen Hang in der Nähe der Tannenstraße angelangt war, beobachten auch etliche Wiesenfelder die spektakulären Arbeiten.

Gut vier Wochen früher als geplant ist die neue Wasserleitung fertig. Und die geschätzten Kosten von 267.000 Euro werden sich um zirka 25.000 Euro reduzieren, freut sich Bürgermeister Lothar Koch.

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Quelle: HNA

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