Wasserleitungen im Kreis Waldeck-Frankenberg sind jetzt fast alle bleifrei

Waldeck-Frankenberg. Im öffentlichen Wassernetz der Region sind zumeist keine Bleileitungen vorhanden, die das Trinkwasser belasten könnten. Das hat eine Umfrage der HNA im Landkreis ergeben.

Ab Dezember darf laut einer Änderung der Trinkwasserverordnung nur etwa die Hälfte der derzeitigen Bleimenge im Trinkwasser nachweisbar sein. Werden zum Trinkwassertransport Bleileitungen verwendet, ließe sich laut Bundesumweltamt dieser Grenzwert nicht einhalten.

In Frankenberg gebe es keine Bleileitungen im öffentlichen Trinkwasserbereich, sagt Thorsten Röder, technischer Leiter der Energiegesellschaft Frankenberg (EGF). „Nach meinem Kenntnisstand müssten wir komplett bleifrei sein“. Auch in Battenberg, Gemünden, Korbach und Bad Arolsen fließt nach Angaben der Wasserversorger im öffentlichen Netz kein Wasser mehr durch Bleirohre.

Für die Hausanschlussleitungen, die Rohre von der Hauptwasserleitung bis zur Hausinstallation, gilt das allerdings nicht überall: In Frankenberg sei die Stadt für den Hausanschluss zuständig, Bleirohre gebe es auch dort nicht mehr, sagt Röder. In Battenberg seien die Eigentümer zuständig. Noch etwa 15 Hausanschlüsse aus Blei seien vorhanden, sagt Thorsten Grings, Wassermeister des Battenberger Bauhofs.

Von Sina Beutner

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Quelle: HNA

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