Gemeinsame Übung der Feuerwehren aus Frankenau und den Stadtteilen

Wehren proben drei Notfälle zugleich

Frankenau-Dainrode - In einer Scheune werden zwei Personen vermisst, wenige hundert Meter weiter brennt eine Garage, und ein Auto ist unter einem landwirtschaftlichen Fahrzeug eingeklemmt - diese Situationen spielten am Samstag die Frankenauer Feuerwehren durch.

Die Wehren aus Frankenau, Altenlotheim, Luisendorf, Allendorf, Dainrode und Ellershausen hatten sich zu einer gemeinsamen Großübung in Dainrode eingefunden. Dafür hatten sich Übungsleiter Alexander Küster und Stadtbrandinspektor Oliver Nolte einiges einfallen lassen: In drei unterschiedlichen Übungen sollten die freiwilligen Helfer ihr Können unter Beweis stellen. „Wir wollen so die Zusammenarbeit zwischen den Wehren fördern“, erläuterte Küster. An der Übung beteiligten sich 50 Kameraden in drei Gruppen.

Die drei Szenarien forderten höchste Konzentration von den Helfern. An der ersten Station hatte sich ein Auto unter einem Pflug verkeilt. Die Helfer mussten die Person mit der Rettungsschere aus dem Fahrzeug befreien. Einsatzleiter Andreas Ernst hielt die Aktiven immer wieder dazu an, mit viel Ruhe an die Aufgabe zu gehen: „Hektik nützt uns nicht viel. Hier brauchen wir viel Konzentration“.

An der zweiten Station stand eine Garage in Flammen. Da sich diese direkt an der Hauptstraße befand, mussten die Einsatzkräfte unter der Leitung von Denny Finger diese absperren und den Verkehr regeln. Zusätzlich bauten sie mit einem Hydranten eine zweite Wasserleitung auf.

An der letzten Station befand sich eine Person, gemimt von Sonja Tripp, unter Schock. Sie berichtete Gruppenleiter Tristan Polter von einer weiteren vermissten Person, die in der Scheune gestürzt war. Die Retter mussten zunächst herausfinden, wo sich die Person befand und sie mit einem Seilzug aus der Scheune „retten“. Im Laufe des Gesprächs fanden sie heraus, dass noch eine weitere Person vermisst wurde, die in ein Silo gefallen war.

Am Ende der Übung fanden sich die Mitglieder der Wehren im Gerätehaus zusammen, um über die Szenarien zu sprechen. Dies sei wichtig, um den Helfern eine Rückmeldung über ihren Einsatz zu geben, sagte Küster.

Es sei zwar nicht alles perfekt gelaufen, aber eine solche Übung sei dazu da, Fehler zu erkennen und Abläufe zu verbessern. Stadtbrandinspektor Oliver Nolte zeigte sich mit der Arbeit der Helfer zufrieden; „ich habe nur die Kommunikation über Funk etwas vermisst“.

Nachdem die die Mitglieder der Wehren die Übung besprochen hatten, ließen sie den Abend gemütlich ausklingen.

Von Katharina Beule

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