Schiedmann in Bromskirchen

Weibliches Einfühlungsvermögen gefragt

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Direktorin des Amtsgerichts Andrea Hülshorst verabschiedete Schiedsmann Eberhard Schönwälder und vereidigte Marina Homrighausen (von links) als Nachfolgerin. Bürgermeister Karl-Friedrich Frese (rechts) bedankte sich bei beiden für ihr Engagement.Foto: Car

Bromskirchen/Frankenberg - Nach zehn Jahren im ehrenamtlichen Dienst als Schiedsperson in Bromskirchen ist Eberhard Schönwälder verabschiedet worden. Marina Homrighausen übernimmt die freie Position. Andrea Hülshorst, der Direktorin des Frankenberger Amtsgerichts, hat sie vereidigt.

„Ich freue mich, dass es sich um eine Dame handelt, die Schiedsperson wird. Und so eine junge noch dazu“, sagte Hülshorst. „Es macht mich immer wieder glücklich, wenn Menschen sich so engagieren“, fügt sie hinzu.

Als neue Schiedsfrau wird Marina Homrighausen streitige Rechtsangelegenheiten schlichten müssen. Ihr Aufgabenbereich werde sich vermutlich nicht nur darauf beschränken, berichtete Eberhard Schönwälder aus eigener Erfahrung. In seiner Amtszeit seien viele Menschen privat zu ihm gekommen, etwa um ihre Sorgen loszuwerden. „Auch Sonntags rief man bei mir an. Ich habe mir immer die Zeit genommen“, sagte er. „Selbst wenn ich keine Antwort auf bestimmte Fragen wusste, sagte ich, ich rufe zurück“. Manchmal agiere man im Amt der Schiedsperson als „Blitzableiter“, erklärte Hülshorst. „Manche Menschen müssen ihre Sorgen erst einmal loswerden“.

von Carolin Wedler

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