Weihnachtsmarkt an Marburger Elisabethkirche hat Grenzen, aber auch Vorteile

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Etabliert: Der Marburger Weihnachtsmarkt rund um die Elisabethkirche bringt dem Gotteshaus auch neue Besucher.

Marburg. Wenn angeheiterte Weihnachtsmarktbesucher ihren Glühwein in den Bänken der Marburger Elisabethkirche trinken wollen, ist auch für Pfarrer Achim Ludwig eine Grenze erreicht. Doch normalerweise sei der Kontakt zwischen Markthändlern und Gläubigen entspannt, sagt der Geistliche.

Seit 31 Jahren bauen die Händler ihre Buden rings um die älteste gotische Hallenkirche Deutschlands auf. Anfangs war das Projekt zur Belebung des Marburger Nordviertels hoch umstritten. Jahrelang wurde darüber diskutiert, weiß Achim Ludwig. Das Karussell sollte zunächst sogar ohne Musik laufen.

Bis heute gilt, dass die Veranstaltungen des Marktes nicht im Widerspruch zur Elisabethkirche stehen dürfen. Leicht bekleidete Engel etwa scheiden aus.

Heute sind die Kritiker von einst still geworden. Pfarrer Ludwig sieht eher die Vorteile des Weihnachtsmarktes, zu dem 40 Hütten, ein Oldtimer-Kinderkarussell und eine acht Meter hohe Weihnachtspyramide gehören: „Dadurch kommen Leute in die Kirche, die wir sonst nicht erreichen“, sagt er: „Wenn sie genug von Lärm, Gedränge und Glühweinduft haben, setzen sie sich in die Kirche, um zur Ruhe zu kommen.“

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Quelle: HNA

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