Gemünden

Wein und Weiber sorgen für Ärger

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- Gemünden (ug). Die Gemündener Theatergruppe landete mit der Komödie "Wein, Weib und andere Katastrophen" einen Volltreffer: Die Zuschauer im voll besetzten Saal des Hessischen Hofes bogen sich vor Lachen.

Die elf Laiendarsteller bewiesen wieder einmal ihr komödiantisches Talent und erhielten auch für ihre Gesangseinlagen tosenden Applaus. Zwei Männer in Frauenkleidern, derbe Sprüche, ein wankender Gelegenheitstrinker (Rolf Naumann), eine zigarrenrauchende Oma (Angelika Viereckl), ein mit französischem Akzent sprechender Ganove (Gerhard Zulauf), ein Weingutbesitzer (Ekkehard Rindte) und ein thüringisch sprechender Urlaubsgast (Rainer Lange) waren Garanten des Erfolgs. Aber auch die anderen Rollen waren perfekt besetzt: Barbara Bornmann als bissige Nachbarin Liesel Bitterwein, Bärbel Möbus als ernüchterte Ehefrau des Winzers, Doris Hamatschek als verliebte Tochter, Helmut Faust als ihr nächtlicher Besucher und Cordula Glöde als sportliche Urlauberin zeigten ausgefeilte Mimik und Gestik und sorgten mit ihren Sprüchen für viel Erheiterung. Die Laiendarsteller hatten in das Stück von Erich Koch einige lokale Begebenheiten eingebaut, die für zusätzlichen Spaß sorgten. So amüsierten sie mit Dialogen wie: „Machst du auch Frühsport?“ – „Sehe ich so aus, als käme ich aus Dodenhausen?“ Die Bühne im Saal des Hessischen Hofs war zum Hof eines Weingutes umgebaut worden, der mit Weinflaschen, Fässern und alten Weinkisten aus Holz dekoriert war. Winzer Heiner (Ekkehard Rindte) und seine Mutter Augusta (Angelika Viereckl) angeln gern schwarz im Teich ihrer Nachbarin Liesel (Barbara Bornmann). Heiner wird dabei vom Hund gebissen und hat jetzt große Probleme beim Sitzen. Seine Frau Ute (Bärbel Möbus) wundert sich über das Verhalten ihres Ehemanns. Schorle-Karl (Rolf Naumann) und Urlaubsgast Kurt (Rainer Lange) geraten in Verdacht. Kurt ist ein „begnadeter“ Erfinder, dessen vernachlässigte Frau Christa (Cordula Glöde) sich gern an andere Männer heranmacht. Sie nutzt die erstbeste Gelegenheit und macht Gerold von und zu Speckstein (Gerhard Zulauf) schöne Augen. Der hat allerdings auch anderes im Sinn: Er will dem Wein von Heiner Fasswein heimlich Zucker zusetzen, damit der als Weinpanscher seinen guten Ruf verliert. Der Ganove erpresst Schorle-Karl, dass er ihm dabei hilft. Bei so viel Intrigen ist natürlich nachts einiges los auf dem Hof des Weinguts. Peter (Helmut Faust) hat deshalb große Mühe, unbemerkt in das Zimmer der Tochter des Winzers (Doris Hamatschek) einzusteigen. Er muss Frauenkleider anziehen, um nicht entdeckt zu werden. Auch „Ossi“ Kurt kann nur als Frau verkleidet den Verdacht von sich abwenden. Die vielen Verwicklungen werden von der rauchenden Oma Augusta aufgeklärt und auch für sich hat sie die Lösung für ihre Einsamkeit: Schorle-Karl.Das Publikum spendete minutenlangen Beifall und hielt sich den Bauch vom vielen Lachen. Darsteller und Besucher strahlten um die Wette über die sehr gelungene Aufführung. Als Souffleuse musste Elfi Faust nur bei wenigen Textunsicherheiten helfen, die aber für zusätzliche Erheiterung sorgten. Hinter der Bühne war Sandra Noll für die Maske zuständig.


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