Weiter Streit ums Biogas

Frankenberg. Erst ohne Gülle. Nun doch mit Gülle. Dieses Umdenken bei den Investoren für die geplante Biogasanlage vor den Toren Frankenbergs hat die Frankenberger Bürgerinitiative auf den Plan gerufen – die will den Bau der Anlage in Nähe der Kernstadt verhindern.

„Wir rätseln über die plötzliche Kehrtwende“, heißt es in einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative. Die plötzliche Meinung des Investors, für die Biogas-Produktion nun doch Gülle einsetzen zu wollen, sei nicht nachvollziehbar. Dabei erinnert die Bürgerinitiative daran, dass es schon seit Jahren einen „Gülle-Bonus“ für solche Industrieanlagen gebe.

Die Ende Juli verabschiedete Neufassung des Gesetzes für erneuerbare Energien führe diesen Status lediglich fort.„Ein finanzieller Bonus für die Verwendung von Gülle ist auch in der alten Fassung des Gesetzes festgeschrieben“, erklärt dazu Heiko Scholz als Sprecher der Bürgerinitiative.

Die Energiegesellschaft Frankenberg und der Maschinenring Waldeck-Frankenberg sind die beiden Investoren der geplanten Anlage. Erst vor Wochenfrist hatte ihr Sprecher Karl-Heinz Schleiter, Geschäftsführer der Frankenberger Energiegesellschaft, gegenüber der HNA erklärt, dass der Einsatz von Gülle von den Investoren nun doch überprüft werde. Ursprünglich sei der Einsatz von Gülle aus wirtschaftlichen Gründen aber nicht angedacht gewesen. Erst durch das am 28. Juli geänderte Gesetz habe es ein Umdenken gegeben.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Kommentare