Etwa 350 Menschen wurden evakuiert

Weltkriegsbombe bei Marburg entschärft - Jogger sorgte für Verzögerung

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Der Bereich um den Fundort der Bombe wurde weiträumig abgesperrt.

Cölbe/Lahntal. Die im Lahntal bei Marburg gefundene 500 Kilo schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist erfolgreich entschärft worden. Dazu wurden zwei Zünder des Blindgängers abgeschraubt, wie Sprecher Florian Sauermann von der Gemeinde Lahntal am Dienstagmorgen berichtete.

Etwa 350 Menschen im Umkreis von einem Kilometer um den Fundort zwischen Lahntal und Cölbe hatten ihre Häuser verlassen müssen, damit die Experten des Kampfmittelräumdienstes ihre Arbeit beginnen konnten. Auch mehrere Straßen wurden gesperrt. Neben dem Kampfmittelräumdienst waren zahlreiche Polizeibeamte sowie Feuerwehrleute im Einsatz. 

Aktualisiert: 14.15 Uhr

Die Evakuierung begann um acht Uhr morgens und sei problemlos verlaufen, sagte der Gemeindesprecher: "Die Leute waren vorbereitet." Viele Anwohner seien bereits auf der Arbeit oder in der Schule gewesen. Andere kamen für die Zeit der Entschärfung im Bürgerhaus unter. Polizisten klingelten nach Angaben der Gemeinde an jeder Haustür, um zu überprüfen, dass die Bewohner ihre Wohnungen verlassen hatten. 

Für eine kurze Verzögerung sorgte ein Jogger, der sich nach Angaben der Polizei der Sicherheitszone genähert hatte. Um kurz nach 12 Uhr durften die Menschen wieder in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Auch mehrere Straßen wurden gesperrt, unter anderem die Bundesstraße 252 zwischen Lahntal-Göttingen und Cölbe und die B 62. Auch der Zugverkehr stand kurzzeitig still. 

Der Blindgänger war von Experten des Kampfmittelräumdienstes in einem Waldstück zwischen Cölbe und dem Lahntaler Ortsteil Göttingen gefunden worden. "Das Gebiet war ein strategisches Ziel im Zweiten Weltkrieg, weil in unmittelbarer Nähe zum Fundort eine Bahnstrecke verlief beziehungsweise immer noch verläuft", zitierte das Online-Portal hessenschau.de Lahntals Sprecher Sauermann. Weil es immer wieder Hinweise auf mögliche Bombenfunde gebe, werde der Wald systematisch abgesucht. (dpa)

Quelle: HNA

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