Bei einer Arbeitstagung der Landsenioren ging es um den Demographischen Wandel

Weniger, älter und bunter

Regionale Arbeitstagung in Frankenberg: Vertreter des Hessischen Landseniorenverbandes trafen sich in der Ederberglandhalle. Unser Bild zeigt (von links) Giselher Dietrich, Karl-Heinz Kampe und Ilsabé Heymell vom Präsidium, Ruth Tijssen-Waller vom Frankenberger Teamvorstand, Referent Dr. Hans-Hermann Harpain, den Geschäftsführer des Landseniorenverbandes, Gisbert Müller, sowie Referent Joachim Kothe. Foto: Battefeld

Frankenberg. Aussterbende Ortskerne, geringe Wertschöpfung und mangelnde Finanzmittel: Die Themen Demographischer Wandel und Dorfentwicklung standen im Mittelpunkt einer regionalen Arbeitstagung des Hessischen Landseniorenverbandes, zu der 90 Vertreter der Gruppe „Nord-West“ aus Waldeck, Biedenkopf, Fritzlar, Homberg, Hofgeismar, Wolfhagen, Ziegenhain, Kassel und Frankenberg in die Ederberglandhalle gekommen waren.

„Wir werden weniger, wir werden älter, wir werden bunter“- so lauteten die Schlagwörter der Referenten Dr. Hans-Hermann Harpain vom Hessischen Bauernverband und Stadtplaner Joachim Kothe von der Hessischen Landgesellschaft Kassel.

Beide beschrieben nicht nur die negativen Folgen der Bevölkerungsentwicklung, sondern zeigten auch Chancen und Möglichkeiten auf, den demographischen Wandel abzufedern.

„Landwirtschaft kann Teil der Lösung sein“, betonte Dr. Hans-Hermann Harpain. Wichtigster Baustein sei hierbei eine Erhöhung der Wertschöpfungstiefe, die etwa durch effektive landwirtschaftliche Flächennutzung und Ausbau der Tierhaltung erfolgen könne.

Über „Notwendigkeiten und Möglichkeiten“ der Dorfentwicklung referierte Joachim Kothe. Er zeigte anhand praktischer Beispiele, welche strukturellen Veränderungen der demographische Wandel mit sich bringt und wie durch neue Baukulturen Abhilfe geschaffen werden kann.

Als Beispiel nannte er neue Ladenkonzepte, wie Hofläden und Direktvermarkter oder aber die Schaffung von seniorengerechten Wohnungen mit entsprechenden Dienstleistern.

„Wir brauchen Sie alle“

Wichtig sei vor allem aber bürgerschaftliches Engagement. „Wir brauchen Sie alle vor Ort. Es geht um die Zukunft in unseren Dörfern. Da müssen Sie mit dabei sein“, appellierte Joachim Kothe

Im zweiten Teil der Arbeitstagung berichteten die Vorsitzenden der Vereinigungen über die Aktivitäten im Jahre 2011. Außerdem erfolgte ein Erfahrungsaustausch.

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

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