Gastschüler an Frankenberger Edertalschule

Weniger Franzosen lernen deutsch

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Die französischen Austauschschüler und ihre Gastgeber mit den Lehrerinnen und Bürgermeister Rüdiger Heß.Foto: Mark Adel

Frankenberg - Aus dem französischen Avignon sind derzeit 18 Schüler zu Gast in Frankenberg. Für die Edertalschule werde es immer schwieriger, Austauschschulen in Frankreich zu finden, berichtete Lehrerin Ingrid Hübl.

Noch bis Freitag sind die 18 Siebtklässler bei Edertalschülern in Frankenberg und Umgebung untergebracht. Gestern begrüßte Bürgermeister Rüdiger Heß die französischen Schüler und ihre Gastgeber im Sitzungssaal des historischen Rathauses mit Cola und Brezeln.

Die Jugendlichen stammen aus der etwa 10.000 Einwohner großen Stadt Vedène, einem Vorort von Avignon. Es ist der erste Austausch der dortigen Schule mit dem Frankenberger Gymnasium. Französischlehrerin Ingrid Hübl berichtete, dass offenbar immer weniger Schüler in Frankreich deutsch als zweite Fremdsprache wählen. „Deshalb wird es für uns immer schwieriger, Austauschschulen zu finden.“

In der Provence würden offenbar viele Jugendliche auf Arbeitsplätze in der Tourismusbranche hoffen und deshalb deutsch lernen, sagte Hübl, die den Austausch gemeinsam mit Gertrud Will betreut. Die französischen Schüler werden von den Lehrerinnen Marine Mahe und Marie-Luise Wickel begleitet. Die Gäste haben am Wochenende den Beach-Cup am Obermarkt besucht und Ausflüge an den Edersee unternommen. In dieser Woche stehen noch Ausflüge in Kasseler Museen und zu den Kasematten am Marburger Schloss an. Am Donnerstag organisieren Eltern einen Grillnachmittag.

Bürgermeister Heß stellte den Jugendlichen Frankenberg vor und berichtete, dass eine Partnerschaft mit Brou in Frankreich bestehe. Fragen über Frankenberg Die französischen Schüler stellten Heß Fragen – zum Beispiel, warum Frankenberg „so sauber“ sei. „Das liegt an den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch wir als Stadt tun einiges“, antwortete der Rathauschef.

Im September starten 22 Edertalschüler zum Gegenbesuch nach Vedène. Ingrid Hübl hofft, dass der Kontakt mit der Schule in Vedène lange bestehen bleibt: „Sprache ohne Austausch ist wie Schwimmen ohne Wasser.“ (da)

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