Volkshochschule

Mit weniger Kursen auf gutem Weg

+

Gemünden - Trotz rückgängiger Kurs- und Teilnehmerzahlen zieht die Volkshochschule im Altkreis Frankenberg ein positives Fazit des vergangenen Jahres. Die Bildungseinrichtung wandelt sich mit den Ansprüchen der Kunden.

Von der reinen Bildungs- zur Bildungs- und Beratungseinrichtung – so lässt sich das Bild beschreiben, dass die Volkshochschule im Altkreis Frankenberg von sich selbst hat. Dieser Wandel sei, das betonten bei der Jahreshauptversammlung am Dienstagabend im Alten Bahnhof in Gemünden sowohl Direktor Manfred Mengel wie auch Vorsitzender Manfred Guhl und der Frankenberger Geschäftsführer Harald Schulz, den veränderten Bedürfnissen der Kundschaft geschuldet.

„Wir sind eine Service-Einrichtung. Wir haben das zu tun, was die Bevölkerung will“, beschrieb Mengel das neue Selbstverständnis der Volkshochschule – und unterlegte dies mit beeindruckenden Zahlen: So hätten 2012 Mitarbeiter der VHS insgesamt 910 Beratungen geleistet. Der Löwenanteil, 651 Beratungen, seien „klassische“ Leistungen gewesen – also die Beantwortung von Fragen der Kurswahl, zum VHS-Angebot und ähnliches. Immerhin 142 Beratungen seien institutionsübergreifend zum Thema Finanzierung einer beruflichen Weiterbildung gegeben worden – Beratungen für den sogenannten Qualifizierungsschecke, der von der Arbeitsagentur gefördert wird. Hinzu seien 117 allgemeine, institutsübergreifende Beratungen gekommen. Dort Arbeitet die VHS etwa mit den beruflichen Schulen, dem Fröbel-Seminar oder der Technischen Hochschule Mittelhessen zusammen. Stolz zeigte sich Mengel, dass die Kreis-Volkshochschule als erste in Deutschland ihre Bildungsberatung habe zertifizieren lassen.

Einen Rückblick für den Altkreis auf das Jahr 2012 gab Manfred Guhl. Insgesamt hätten im vergangenen Jahr im Altkreis 321 Kurse stattgefunden – ein Minus von gut zehn Prozent. Dies sei überwiegend dem demografischen Wandel geschuldet, erklärte Guhl. Schon lange, erklärte er, biete die VHS das, was derzeit aller Orten gefordert werden: „Bildung sammeln um die Ecke – lebenslang“. „Finanziell ist der Kreisverband erfolgreich“, sagte Guhl – Schatzmeister Heinz Müller bestätigte diese Einschätzung.

Im Altkreis machte die VHS seinen Angaben nach Einnahmen in Höhe von gut 146000 Euro, dem stehen Ausgaben in Höhe von knapp 122000 Euro gegenüber – ein Überschuss von gut 24000 Euro. „Einen bedeutenden Teil machen inzwischen auch institutionelle Kunden aus“, sagte er – Firmen und Institutionen würden die Kapazitäten der VHS auch dann ausnutzen, wenn private Kunden dies nicht täten.

Kommentare