Wenn das Herz plötzlich still steht: Krankenhaus bietet Schulungen

Fachärztin Nicole Ludolph, Chefanästhesist Dr. Hannes Gabriel und Reanimationsbeauftragter Ulrich Platt zeigen an einer Puppe, wie man richtig reanimiert.

Frankenberg. Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen, zu jeder Zeit. Die darauffolgenden Minuten entscheiden über Leben und Sterben. "Das Wichtigste in dieser Situation ist zu handeln."

Das erklären die Fachärzte Dr. Hannes Gabriel und Nicole Ludolph vom Frankenberger Kreiskrankenhaus - und dabei keine Zeit zu verlieren.

Im Café, beim Autofahren oder an der Arbeit: Akutes Herzversagen trifft die Betroffenen meist heimtückisch und unverhofft. Eine schnelle Reaktion der Ersthelfer ist extrem wichtig, jedoch leider noch nicht selbstverständlich geworden. "Viele Menschen haben verständlicherweise Angst, etwas falsch zu machen", erklärt die Fachärztin für Innere Medizin, Nicole Ludolph. "Diese Angst ist in dieser Situation jedoch unbegründet. Man macht nur etwas falsch, wenn man nichts unternimmt."

Dass das Thema Wiederbelebung ständig aktuell ist, zeigt auch die Initiative "100 pro Reanimation". Diese hat die Tage vom 16. bis 22. September bundesweit zur Woche der Wiederbelebung erklärt. In diesem Rahmen finden in ganz Deutschland Aktionen und Schulungen zu Reanimation statt.

Im Kreiskrankenhaus Frankenberg spielt dieses Thema jeden Tag eine wichtige Rolle. "In unsere Klinik werden regelmäßig Patienten mit Herzinfarkten, Herzrhythmusstörungen oder Lungenembolien eingeliefert.

Jeder Mitarbeiter kann daher jederzeit mit dem Herzversagen eines Patienten konfrontiert werden", erklärt Reanimationsbeauftragter Ulrich Platt. Um für den Ernstfall vorbereitet zu sein, bietet das Kreiskrankenhaus daher regelmäßige Schulungen für alle Mitarbeiter der Klinik zum Thema Wiederbelebung an. "Denn im Notfall zu helfen, ist nicht nur Pflicht, sondern für uns auch eine Herzensangelegenheit."

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Quelle: HNA

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