Vielfältiges Programm beim Wintervergnügen des MGV Allendorf im Bürgerhaus

Wenn die Ranzen singen

Originale: Die Ranzengarde garantiert tolle Stimmung. Fotos: Strieder

Allendorf-Eder. Ein Feuerwerk der guten Laune hat der „Männergesangverein Liederkranz“ bei seinem traditionellen Wintervergnügen im Bürgerhaus abgebrannt. Die Gäste erfreuten sich an einem bunten musikalischen Programm, das die Akteure des Traditionsvereins selbst auf die Beine stellten.

Zwei Lieder trugen die beiden Chöre des MGV unter der Leitung von Réka Mengel und Werner Thiem vor. „Rot sind die Rosen“ sang der Frauenchor, mit „Marmor, Stein und Eisen bricht“ glänzte der Männerchor. Dufte Oldies hatte auch der musikalische Alleinunterhalter Horst Traute den ganzen Abend zu bieten.

Stimmungshits

Bunt kostümiert zeigte sich der Frauenchor bei einem weiteren Auftritt. Die Frauen sangen mehrere bekannte Stimmungshits und forderten dabei das Publikum auf, sich rhythmisch dazu zu bewegen, etwa beim „Fliegerlied“, bei „Komm, hol das Lasso raus“, Kölner Karnevalsliedern oder bei „Aloha he“. Temperamentvoll moderierte Ulrike Noll.

Eine etwas ungewöhnliche Liederdarbietung meisterte der Männerchor mit seinem Vorsitzenden Reinhold Hoffmann als Moderator. Der Chor sang frei nach Ulla Henning „Lasst uns heute zusammen singen“, doch dann ließ Hoffmann eine bunte Fülle von weiteren bekannten Liedern folgen, von „Weine nicht kleine Eva“ über das Münchener Hofbräuhaus, den schönen Rhein bis „heute haun wir auf die Pauke“. Die Sänger auf der Bühne meisterten das auf originelle Weise, denn alle Lieder hatten am Ende die gleiche Melodie.

Höhepunkt des Abendprogramms war dann der Auftritt der Stimmungskanonen der MGV-Ranzengarde mit den Akteuren Manfred Traute, Werner Mohr, Erhard Jakobi, Wolfgang Hofmann und Manfred Ludwig. Nach der Melodie des „Holzmichel“ fragten die Ranzengardisten, ob es den Traditionsverein noch gebe. Das beantworteten sie dann selbst mit dem Refrain „Ja, noch grad so, aber’s geht bergab“, denn weit verbreitet ist die mangelnde Bereitschaft, Ehrenämter zu übernehmen, die Beteiligung bei Veranstaltungen und einiges mehr.

Auf die Schippe genommen

Das „Rennsteig-Lied“ stand als Melodie Pate bei Texten, mit denen das Geschehen in der Kommune auf die Schippe genommen wurde. Von allerlei Ruinen wie der Tennishalle und halb abgerissenen Gebäuden im Einkaufszentrum sangen die Ranzengardisten und schlugen vor, die Tennishalle auf dem Allendorfer Brunnenplatz neu aufzubauen. Die Männer beklagten das Ende der Bürgerliste Allendorf, denn als Folge von deren Ausscheiden aus der Kommunalpolitik hätten jetzt die Ortsteile alle Macht und demonstrierten dies durch Beschlüsse zu millionenschweren Investitionen in ihren Dörfern.

Mit Anspielung auf die niedrige Beteiligung schlug die Garde vor, künftige Bürgermeisterwahlen urdemokratisch zu verlegen in die Festzelte, wenn dort die Frühschoppen für große Beteiligung sorgten.

Noch lange wurde im Bürgerhaus gefeiert, gelacht, getanzt.

Quelle: HNA

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