Bürgermeister-Wahl in Hatzfeld

Werner Keller geht für CDU ins Rennen

Hatzfeld - Wer wird Nachfolger von Uwe Ermisch auf dem Chefsessel im Hatzfelder Rathaus? Nach der SPD hat nun auch die CDU einen heimischen Kandidaten vorgestellt. Die Bürgerliste Reddighausen will in Kürze ebenfalls ihren Bewerber präsentieren.

Vor knapp drei Wochen hat die SPD Eckard Wenzel zum Bürgermeisterkandidaten gekürt - nun ist die CDU gefolgt. Werner Keller, Fraktionschef der Christdemokraten im Stadtparlament, stellt sich am 4. November zur Wahl.

Keller kommt wie Eckard Wenzel aus Reddighausen. Damit gibt es bislang zwei Bewerber aus dem größten Stadtteil - und der dritte lässt nicht lange auf sich warten: Auch die Bürgerliste Reddighausen werde in Kürze einen eigenen Bewerber vorstellen, sagte Ortsvorsteher und Fraktionschef Marcus Bettelhäuser auf Nachfrage der FZ. Noch nicht endgültig entschieden ist das Thema Bürgermeisterwahl in den anderen Fraktionen.

Seit 1993 im Parlament

Werner Keller wurde während einer Mitgliederversammlung am Dienstag im Bürgerhaus nominiert. Die Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Claudia Ravensburg leitete die Sitzung. Werner Keller ist 50 Jahre alt und lebt mit Ehefrau Cornelia und vier Kindern in Reddighausen. Er arbeitet ist Landmaschinenmechanikermeister und arbeitet als kaufmännischer Angestellter in einem Alsfelder Unternehmen. Seit 1995 ist er Stadtverbandsvorsitzender der CDU in Hatzfeld, seit 1993 ist arbeitet er als Stadtverordneter im Stadtparlament mit.

Seit 2008 ist er Fraktionsvorsitzender der CDU und Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss. In seiner Vorstellungsrede betonte Werner Keller, dass er der Bürgermeister aller Bürger von Hatzfeld werden wolle. Er wolle die Sorgen und Nöte der Bevölkerung aufnehmen und durch regelmäßige Sprechstunden jedem die Möglichkeit geben, seine Anliegen vorzutragen, wenn ihm die Wähler das Vertrauen schenken.

Zudem wolle er für den dauerhaften Erhalt der Eigenständigkeit der Stadt kämpfen. Dazu gehörten eine zukunftsgerichtete Finanzpolitik und ein Abbau der Schulden ohne eine Überforderung der Bürger. „Ich möchte in Hatzfeld die Lebensqualität weiter verbessern.

„Lebenswertes Umfeld“

Dazu zählen ein lebenswertes Umfeld in den Stadtteilen und der Kernstadt, ausreichend Arbeitsplätze und die Unterstützung und Förderung des Vereinswesens, der Vereine, der Verbände und eine gute Zusammenarbeit mit den Kirchen“, sagte Keller.

Der Erhalt der Ortsteilfeuerwehren und Förderung des Feuerwehrwesens sei ebenso selbstverständlich für ihn wie eine aktive und attraktive Jugend- und Seniorenarbeit. Neue Ideen wolle er als Bürgermeister auch bei den Problemen des demographischen Wandels einbringen. Gemeinsam mit den Bürgern sollten die Probleme des Häuserlehrstands angegangen werden. Leere Häuser, verfallende Fassaden zerstören das Ortsbild und machen Wohnorte weniger attraktiv.

Ravensburg gratulierte

An die Vorstellungsrede schloss sich eine Diskussion an, bei der auch die Mitglieder Vorschläge für den Bürgermeisterwahlkampf einbrachten. Werner Keller bringe Berufserfahrung aus der Wirtschaft mit, er sei in Hatzfeld verwurzelt und konnte in der langjährigen Arbeit in den politischen Gremien ausreichend Erfahrung sammeln, die eine Grundvoraussetzung für die zukünftigen Aufgaben des Bürgermeisters in Hatzfeld sein müsse. „Ich gratuliere Werner Keller zu seiner einstimmigen Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten und freue mich, dass er mit diesem Rückenwind jetzt in den Wahlkampf starten kann“, betonte die stellvertretende Kreisvorsitzende Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg.

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