"Wesemühle derzeit nicht interessant": Kreis plant keine Unterkunft für Asylbewerber

Wesemühle in Frankenau: Derzeit ist dort keine Unterkunft für Asylbewerber gelpant. Foto: Daum

Frankenau. Der Landkreis ist momentan nicht daran interessiert, in der Wesemühle in Frankenau Asylbewerber unterzubringen. Das sagte Kreissprecher Dr. Hartmut Wecker der HNA. Zur Erinnerung: Das Altenheim Wesemühle war kürzlich in die Insolvenz gegangen und wird derzeit geräumt.

Wecker wies zwar darauf hin, dass ein privater Betreiber die Wesemühle als möglichen Standort für die Unterbringung von Asylbewerbern beim Kreis ins Gespräch gebracht habe. „Diese Anfrage ist aber nur mündlich passiert und hat daher noch keine Aussagekraft“, sagte Wecker.

Er betonte, dass die Wesemühle wegen ihrer abgelegenen Lage nicht in der engeren Wahl sei, um dort Asylbewerber einzuquartieren. „Ziel ist es, die Menschen zentrumsnah unterzubringen. Wenn jedoch der Flüchtlingsstrom zunimmt, könnte auch solch ein Gebäude irgendwann interessant werden. Unser Fachdienst Soziales hat aber aktuell keine Anfrage an die Stadt Frankenau in Sachen Wesemühle gestellt“, sagte Wecker.

Das bestätigte auch Frankenaus Bürgermeister Björn Brede. Er sagte der HNA, dass es zwar zwei Anfragen an die Stadt gegeben habe, allerdings nicht vom Kreis. „Das waren Anfragen von privaten Interessenten, die von uns nun wissen wollen, ob eine Unterkunft für Asylbewerber in der Wesemühle überhaupt vorstellbar sei und was der Ortsbeirat in Frankenau davon halte. Der wird sich nun in den nächsten Tagen mit dem Thema beschäftigen“, sagte Brede.

Wecker machte in diesem Zusammenhang aber deutlich, dass am Ende immer der Kreis entscheide, mit welchen Betreibern man Verträge abschließe und wo letztlich Asylbewerber untergebracht würden. Dass interessierte Betreiber zuerst schriftlich bei der jeweiligen Kommune anfragen, sei aber nicht unüblich. „Die Betreiber wollen erst einmal klären, ob sich die Stadt oder Gemeinde überhaupt vorstellen kann, in leer stehende Gebäude Asylbewerber einziehen zu lassen.“

Von Philipp Daum

Quelle: HNA

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