Naturschützer und Aktionsgemeinschaft wollen neue Planung für B-252-Umgehung

Westtrasse: Nabu droht mit Klage

Wetter. Eine neue Planung für die Umgehung der Bundesstraße 252 zwischen Todenhausen und Göttingen fordern der hessische Landesverband des Naturschutzbundes Deutschland sowie die Aktionsgemeinschaft B 252/Wetschaftstal.

Sie lehnen die Westtrasse ab, für die das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Marburg die Planfeststellung einleiten will.

Der südliche Teil der „B 252 neu“, von Göttingen/Sarnau bis etwa Höhe Todenhausen, soll nach Ansicht der Naturschützer durch die alternativ konzipierte „Mittellinie“ ersetzt werden. Ein optimierter Entwurf des 2006 erstmals vorgestellten Konzepts wurde am Dienstag den ansässigen Ortsvorstehern sowie dem Regierungspräsidium Gießen überreicht. Falls von politischer Seite an der Westtrasse festgehalten werde und kein Dialog über Alternativen stattfinde, werde man die Planung von einem Gericht prüfen lassen, kündigte Hartmut Mai, Landesgeschäftsführer des Nabu Hessen, an.

Den nördlichen Teil der Westtrasse ab Todenhausen akzeptiere man jetzt schon. Der südliche Teil der geplanten Straße sei jedoch nicht tragbar, da der Artenschutz, aber auch die Interessen einzelner Anwohner, nicht genügend berücksichtigt würden.

Die alternativ entwickelte Mittellinie nutzt Teile der bereits bestehenden „B 252 alt“, umfährt jedoch Göttingen, Niederwetter und Wetter. Ein Anschluss Wetter-Süd vom dortigen Gewerbegebiet soll für eine gute Anbindung sorgen. Was Baukosten, Abgasemissionen und Belastung der Fahrer zum Beispiel durch Steigungen angeht, sei die Mittellinie in allen Belangen vorteilhafter als die Westtrasse, so Hartmut Mai.

Sollte das ASV Marburg wie bisher jede Zusammenarbeit verweigern und das anschließende Gerichtsverfahren den Baustart weiter blockieren, so werde man im Interesse der Anwohner schnellstmöglich versuchen, ein Lkw-Durchfahrtsverbot zu erwirken, hieß es. (jah)

Quelle: HNA

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