Wette gewonnen: Landjugend verdoppelt Zahl der Blutspender

Wurde durch die Landjugend aufs Blutspenden aufmerksam: Udo Wehr gehörte zu den 75 Erstspendern am Montag in Frankenberg, hier mit Punktionsschwester Natascha Lörper-Blachnik. Fotos:  Paulus

Frankenberg. Die Landjugend Geismar hat ihre Blutspende-Wette mit Bürgermeister Rüdiger Heß gewonnen. Ziel war, die Beteiligung an einem regulären Blutspende-Termin des DRK in der Ederberglandhalle um 50 Prozent zu erhöhen. Das wurde deutlich erreicht.

Normalerweise kommen im Schnitt etwa 100 Spender, am Montagabend waren es Dank des Landjugend-Aufrufs 224, darunter 75 Erstspender. „Es gab nur Gewinner“, sagte Armin Bartmann, Blutspende-Beauftragter des DRK-Kreisverbandes Frankenberg, nach der Aktion.

Er sei „restlos begeistert“, sagte Bartmann, und freute sich besonders, dass diesmal 75 Erstspender mitgemacht haben. „Dass sich so viele zum ersten Mal getraut haben, ist bombig. Viele waren zwischen 18 und 20 Jahre alt“, sagte Bartmann. „Wenn ein Drittel von denen dabei bleibt, wäre das eine tolle Sache und eine langfristige Hilfe.“

Udo Wehr war einer der Erstspender. Der 28-Jährige kommt aus Jena und arbeitet in Bad Wildungen, er war durch die Landjugend-Wette auf den Blutspende-Termin aufmerksam geworden. „Das ist eine schöne Sache, die wir gerne unterstützen“, sagte Carina Wetterau aus Willersdorf, die ihn begleitet hatte und sich ebenfalls einen halben Liter Blut abnehmen ließ.

Für Willi Möller aus Bottendorf war es am Montag die 34. Spende. „Sonst ist hier viel weniger los, heute ist wirklich viel Betrieb“, stellte der 66-Jährige fest. Er spende Blut, weil die Hilfe immer und überall gebraucht werde und es ihm selbst gut tue, erzählte Möller. Um den größeren Andrang zu bewältigen, hatte das DRK das Ärzte- und Helfer-Team verstärkt.

„Wir sind überwältigt“, sagte Helena Graß, die Vorsitzende der Landjugend Geismar, als das Ziel - 150 Blutspender - übertroffen war. „Um drei Uhr ging’s los, um zehn vor drei standen die Leute schon Schlange“, erzählte sie. Die Aktion sei vor allem für viele junge Leute ein Anreiz gewesen, erstmals zu spenden, sagte Julian Graß, ebenfalls Vorsitzender der Geismarer Landjugend. „In der Gruppe ist das einfacher.“ Die Landjugend hatte die Spender kostenlos mit Crêpes, Popcorn und Smoothies bewirtet.

Carolin Hecker, selbst aus Geismar und Vorsitzende der Hessischen Landjugend, freute sich, dass sich ihre Ortsgruppe eine Wette mit Mehrwert ausgesucht hatte. „Man sieht, wie viele Jugendliche die Landjugend bewegen kann.“ Und Geismars Ortsvorsteher Klaus-Peter Stein zeigte sich stolz auf „so eine tolle Jugendgruppe im Dorf“. Unter der Erstspendern war auch die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg aus Bad Wildungen. Sie fand die Wette „eine klasse Idee“ und stellte nach der Blutabnahme fest: „tut nicht weh“.

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Quelle: HNA

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