"Tag der offenen Tür" in der alten Schreufaer Schule

Das Wetter, Klimaschutz und Märchen

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Frankenberg-Schreufa - Das Wetter, Klimaschutz und Märchen sind Themen, die in der alten Schule in Schreufa künftig mehr Aufmerksamkeit erhalten sollen.

Reges Interesse an den Plänen einer Initiativgruppe haben am Sonntag die Besucher beim „Tag der offenen Tür“ in der alten Schule in Schreufa gezeigt. Vertreter der Initiativgruppe stellten ihnen ihre Idee vor, aus dem alten Gebäude aus dem Jahre 1838 ein lebendiges Museum mit dem Schwerpunkten Wetter und Klimaschutz entstehen zu lassen.

Wetter-Kunde in der Schule

Das Konzept für ein Wetter-Museum mit Exponaten aus der Zeit zwischen Anfang und Mitte des 20. Jahrhunderts hat einen historischen Hintergrund. Von 1913 bis 1941 unterrichtete der Lehrer Conrad Liese in der Schreufaer Schule, die nach dem Bau der neuen Schule im Jahr 1961 in Privatbesitz überging.

Conrad Liese war deutschlandweit der erste Lehrer, der die Wetter-Kunde in die Schule getragen hatte. Aus diesem Grund war auch sein Nachfahre, Heinz Liese, aus dem Schwalm-Eder-Kreis zum „Tag der offenen Tür“ gekommen. Die Besucher nutzten nicht nur die Gelegenheit, das alte Schulgebäude zu besichtigen, sondern informierten sich zudem über den noch unrenovierten Bauzustand des Gebäudes und über das Konzept zur Herrichtung als Museum.

Unter den Besuchern war auch Bürgermeister Rüdiger Heß, der eine Zeit lang die Schreufaer Schule besucht hatte. Die Besichtigung bei ihm und weiteren ehemaligen Schülern weckte nostalgische Erinnerungen.

Neben der Entstehung eines Wetter-Museums gibt es noch weitere Pläne: In einem Nebengebäude der alten Schule soll es unter Anleitung von Fachkräften Wetter-Experimente geben. Dabei sollen der Klimawandel und Klimaschutz thematisiert werden.

Darüber hinaus wies die Initiativgruppe auf den umfassend geplanten Themen- und Nutzungsbereich hin. Neben dem Wetter-Museum soll es in Anlehnung an die Märchenstraße auch märchenhaft zugehen.

Das Thema Märchen soll sich wie ein roter Faden durch die unterschiedlichen Veranstaltungen ziehen, die künftig für alle Altersgruppen angeboten werden sollen. Märchenhaftes ist außerdem für eine Ferienwohnung angedacht, die im selben Haus entstehen soll.

von Jürgen Siegesmund

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