Deutsche Waldarbeitsmeisterschaften in Frankenau vom 22. bis 25. Juni 2011

Wettkampf an der Säge

Großes Aufgebot: 10 000 Besucher werden bei den Waldarbeitsmeisterschaften in Frankenau erwartet, wenn 150 Teilnehmer in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten. Hier ein Einsatz bei einer früheren Veranstaltung. Foto: Archiv

Frankenau. Eigentlich steht ja erst einmal der Winter vor der Türe – aber die Bediensteten der Stadtverwaltung in Frankenau fiebern schon jetzt dem nächsten Sommer entgegen. Der Grund: Vom 22. bis 25. Juni findet rund um die Kellerwaldhalle die 10. Deutsche Meisterschaft der Waldarbeiter statt, zu der 10 000 Besucher erwartet werden.

Ein wenig Erfahrung im Ausrichten solcher Großveranstaltungen haben die Frankenäuer zwar schon, da bereits die 8. und 9. Hessischen Meisterschaften vom Verein Waldarbeitsmeisterschaften Hessen 2004 in die Ziegenbockstadt geholt worden waren. Dieses Mal wird die Sache aber noch einen Tick größer, da es drei Wettkampftage gibt und die Teilnehmerzahl mit 150 auch deutlich höher liegt als in den Jahren 2007 und 2009.

„Da steckt schon ganz schön was dahinter“, sagt Manuel Steiner, der zusammen mit Bettina Schelberg und Christina Baumann für die Organisation zuständig ist. Aktuell ist das von Bürgermeister Björn Brede als „Event Team“ titulierte Dreiergespann dabei, mit den örtlichen Vereinen und Gastwirten abzuklären, ob und in welcher Weise sie sich an der Veranstaltung beteiligen wollen. Darüber hinaus sind deutschlandweit mehrere hundert Firmen angeschrieben worden, die Interesse an einem Stand auf dem Ausstellungsgelände haben könnten.

Kopfzerbrechen bereitet noch die Parkplatzfrage. Hier muss erst noch mit dem Landkreis, dem Straßenbauamt und der Polizei geklärt werden, wo außerhalb des Stadtgebietes Parkmöglichkeiten eingerichtet werden können.

Helfer im Dauereinsatz

„Sehr schwierig“ finden Steiner und seine beiden Mitstreiterinnen auch die Planung der Essensangebote und der Getränke. Wie viel und vor allen Dingen, was angeboten werden soll, muss sorgfältig durchdacht werden. „Wir wollen natürlich mehr haben als einen Bratwurststand“, betont der Verwaltungsangestellte.

„Insgesamt werden wir pro Tag 150 Personen brauchen, die bis zu zehn Stunden im Einsatz sind“, schätzt Steiner. Deswegen sei man unbedingt auf Unterstützung durch die örtlichen Vereine angewiesen. „Jeder Helfer ist willkommen und kann sich bei uns melden“, wirbt das „Event Team“.

Im Dauereinsatz werden vor allem auch die Mitarbeiter des Bauhofes sein: Sie haben nicht nur die Aufgabe, für Strom und Wasser zu sorgen, sondern müssen auch das Wettkampfgelände präparieren und beispielsweise die Hülsen für die Zielfällung der Stämme in den Boden einlassen. „Das sieht meistens keiner, was die alles leisten müssen“, hebt Steiner hervor.

Es bleibt also noch viel zu tun, bis rund um die Kellerwaldhalle wieder die Kettensägen dröhnen und die Holzspäne durch die Luft wirbeln können.

„Für unsere Region ist das ein sehr großes Ereignis, das hier ganz anders wahrgenommen wird als beispielsweise in einer Großstadt wie Berlin“, betont Manuel Steiner.

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

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