Richterin setzte Verfahren aus – Zwei Männer wegen schweren Diebstahls angeklagt

Der wichtigste Zeuge fehlte

Frankenberg. Gleich zu Beginn geriet Montag ein Verfahren wegen schweren Diebstahls vor dem Amtsgericht Frankenberg ins Stocken: Weil der wichtigste Zeuge trotz Vorladung nicht vor Gericht erschien und weiterer Ermittlungsbedarf besteht, hat Richterin Andrea Hülshorst das Verfahren ausgesetzt.

Gegen den Zeugen verhängte sie ein Ordnungsgeld von 150 Euro, weil er weder von einem Polizisten zu Hause angetroffen wurde noch ein Attest vorlag, das sein Fehlen entschuldigte.

Die Richterin eröffnete die Verhandlung zudem mit 30-minütiger Verzögerung, weil einer der Angeklagten seine Vorladung nicht gründlich gelesen hatte und zu spät kam.

Im Verfahren wirft die Staatsanwaltschaft Marburg zwei 23 und 24 Jahre alten Männern aus dem Marburger Land vor, im März in ein leerstehendes Gebäude im Altkreis Frankenberg eingestiegen zu sein. Dort sollen die beiden Schrottsammler zahlreiche Werkzeuge, mehrere Heizkörper, einen neun Meter langen Metallzaun, Aluminiumfelgen, diverse Kabel, zwei Fahrräder, einen Baustrahler mit Stativ, einen Zimmerofen, einen Küchenoberschrank und weitere Gegenstände gestohlen haben.

Die beiden Angeklagten bestritten die Tat. Zwar seien sie am fraglichen Tag am Haus gewesen, aber als ihr Klingeln beantwortet blieb, hätten sie eine Visitenkarte hinterlassen und seien weiter gefahren.

Einige Tage später wurden sie festgenommen: Ein Zeuge hatte ihr Kennzeichen notiert und der Polizei berichtet, dass die beiden Männer mit einem leeren Pritschenwagen zum Haus gekommen und mit einem vollen Fahrzeug wieder gefahren seien.

Da der Zeuge nicht vor Gericht erschien, konnte der Sachverhalt nicht eindeutig geklärt werden. Wann das Verfahren fortgesetzt wird, steht noch nicht fest.

Von Friederike Szamborzki

Quelle: HNA

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