Himmelfahrt auf der Quernst

"Wie schön die Sonne lacht vom Himmel"

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Der frühere Vorsitzende der „Freunde der Quernst“, Rudolf Chartschenko (2. v.l.) und sein Nachfolger Björn Brede erhielten Fotos der Kapelle als Dankeschön.

Frankenau - "Die Quernst ist ein Ort, wo sich die Menschen Gott sehr nahe fühlen", sagte Pfarrerin Henriette Quapp-Wahl in ihrer Predigt am Himmelfahrtstag.

Das Wetter war so schön wie selten bei den Freiluft-Gottesdiensten der vergangenen Jahre. Zahlreiche Menschen aus Frankenau und umliegenden Orten nutzten das sonnige Wetter zur Wanderung durch den Nationalpark an die Quernstkapelle.

„Wie schön die Sonne lacht vom Himmel“, freute sich Henriette Quapp-Wahl. „Wir sind umgeben von Gottes Schöpfung.“ Die Gästebücher der Kapelle seien voll mit Gebetsanliegen. „Hier fühle ich, dass es Gott gibt.“

Pfarrer Harald Wahl erinnerte an das Verdienst des Vereins „Freunde der Quernst“, der die historische Stätte in den Blickpunkt gerückt hatte. Schon vor Jahrhunderten feierten Menschen auf der Quernst Gottesdienst, es gibt noch Spuren einer Kirche. Vor neun Jahren wurde die neue Kapelle eingeweiht. Ziel sei gewesen, „Altes wiederaufleben zu lassen“, sagte Wahl.

Er würdigte die Verdienste von Rudolf Chartschenko, der nach sechs Jahren den Vorsitz abgegeben hatte. „Er hat viele Ideen gehabt.“ Der neue Vorsitzende, Bürgermeister Björn Brede, habe die Region durch die Quernst und den Wald kennengelernt, bevor er nach Frankenau kam. „Unsere Vorfahren haben sehr bewusst diesen Standort für eine Kirche gewählt“, sagte Chartschenko. Der Ort sei heute eine Schnittstelle entstehender neuer Wildnis und einer Kulturlandschaft. Er habe das Amt „mit großer Freude“ ausgeübt. Sein Nachfolger Björn Brede verwies auf das zehnjährige Bestehen im nächsten Jahr und freute sich, dass Rudolf Chartschenko den Verein auch weiterhin unterstützt. Chartschenko und Brede erhielten jeweils ein Foto, das die beleuchtete Quernstkapelle in der Dämmerung zeigt.

Der Frankenauer Posaunenchor unter der Leitung von Hermann Bischoff umrahmte den Gottesdienst und begleitete die Gemeinde bei den Liedern.

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