Wiesenfelder Fliegenfischer fing mit einer Forelle seltenen Grundfisch

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Beim Fressen überschätzt: Weil diese Forelle die selten zu sehende, nachaktive Mühlkoppe in der Eder bei Holzhausen vom Schwanz her schlucken wollte, der breite Kopf dann aber nicht durch den Schlund passte, angelte Fliegenfischer Mario Rutsch beide.

Hatzfeld/Wiesenfeld. Eine äußerst seltene „Mühlkoppe“, ein nachtaktiver Grundfisch mit spindelartigem Körper, aber dickem Kopf, entdeckte jetzt der Wiesenfelder Mario Rutsch, als er unterhalb des Ederwehrs bei Holzhausen eine Forelle fing.

Der breite Kopf des kleinen Fisches schaute aus dem Forellenmaul heraus, als der Fliegenfischer beide aus der Eder zog.

Nicht, dass sich die Forelle mit dem kleinen Dickkopf offensichtlich beim Fressen überschätzt hatte, den Schwanz schon geschluckt, den Kopf aber noch im Schlund hatte, faszinierte den Angler. „Ich habe noch nie eine Mühlkoppe in einem Fließgewässer gesehen“, berichtete Rutsch. „Der Fisch kommt äußerst selten vor und ist ein hervorragender Indikator dafür, dass das Wasser der Eder von guter Qualität ist. Sie gehört glücklicherweise mittlerweile zu den saubersten Flüssen in Deutschland.“

Für die oft so genannte Mühlkoppe (Cottus gobio) gibt es noch mehrere andere Bezeichnungen wie „Groppe“, „Kaulkopf“, „Rotzkopf“, „Breitschädel“, im Englischen „bullhead“. Weil der Süßwasserfisch so große Ansprüche an die Wasserqualität stellt und Fließgewässer mit hoher Sauerstoffkonzentration bis in Höhen von 2000 Metern über dem Meeresspiegel oder sommerkühle Seen wie den Bodensee benötigt, ist er entsprechend selten anzutreffen.

Kontakt: www.vederangler.de

„Schon zweimal, in den Jahren 1989 und 2006, ist die gefährdete Mühlkoppe zum Fisch des Jahres erklärt worden; außerdem wurde sie in den Anhang der FFH-Richtlinie aufgenommen“, berichtet Mario Rutsch. Er gehört dem gemeinnützigen Hatzfelder Verein „Die Vederangler“ an, der sich neben der kulturgeschichtlich begründeten Flugangelei vor allem dem Naturschutz verschrieben hat. Zum Fischen werden ausschließlich selbst geknüpfte Fliegen aus feinen Naturmaterialien, Federn und Fäden verwendet.

Auf solch einen feinen Köder fiel auch die raublustige Forelle mit dem kleinen Dickkopf im Schlund herein. „Ich weiß nicht, wie lange die Mühlkoppe schon in ihrem Hals steckte – die Forelle hatte schon jede Menge Larven und Fliegen im Maul, ohne sie schlucken zu können, und wäre trotz fetter Beute vermutlich eingegangen“, vermutet Rutsch.

Auf solch einen feinen Köder fiel auch die raublustige Forelle mit dem kleinen Dickkopf im Schlund herein. „Ich weiß nicht, wie lange die Mühlkoppe schon in ihrem Hals steckte – die Forelle hatte schon jede Menge Larven und Fliegen im Maul, ohne sie schlucken zu können, und wäre trotz fetter Beute vermutlich eingegangen“, vermutet Rutsch.

Quelle: HNA

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