Wiesenfelder pflanzten am Gedenkstein „Altes Dorf“ zwei weitere Esskastanien

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Geschichte am Wegesrand: Am Gedenkstein über dem 1721 angelegten alten Dorf Wiesenfeld pflanzten Karl-Heinz Clement (links) und Ortsvorsteher Günter Beck zwei weitere Esskastanien, die an die „Brotbäume“ aus hugenottischen Herkunftsorten erinnern.

Wiesenfeld. Für die Hugenotten in den Bergen Südfrankreichs dienten Esskastanien lange Zeit als wichtigstes Lebensmittel. An diese Tradition erinnern jetzt drei Edelkastanien am Gedenkstein „Altes Dorf“ zwischen Wiesenfeld und Ernsthausen.

Die „Maronen“ wurden frisch gegessen, getrocknet oder zu Mehl verarbeitet – kein Wunder, dass man dort vom „Brotbaum“ sprach.

Bereits im vergangenen Jahr hatte man, als eine Wegschleife vom europäischen Kulturfernwanderweg „Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser“ zum heutigen Dorf Wiesenfeld angelegt wurde, am Gründungsstein eine Esskastanie angepflanzt.

„Da sich die Pflanze aber nicht selbst bestäuben kann, sondern pollenspendende Bäume in der Nachbarschaft benötigt, haben wir ihr zwei Esskastanien hinzugefügt“, sagte Ortsvorsteher Günter Beck, der die Bäume mit Karl-Heinz-Clement vom Wiesenfelder Heimatverein in die Erde setzte. Fachlich beraten wurden sie von Gärtnermeister Bodo Kopp (Burgwald), der einen der Bäume stiftete.

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Quelle: HNA

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