Frankenberg

Wigand-Gerstenberg heute geschlossen - Spende für Kinderoper

- Frankenberg. Die Wigand-Gerstenberg Schule bleibt am Freitag, 5. Februar, geschlossen. Schulleiterin Christiane Lücke befürchet, das Dach könnte unter Schneelast einstürzen.

Frankenberg. Die Schüler der Wigand-Gerstenberg-Schule können heute ausschlafen: Ihre Schule bleibt geschlossen. Schulleiterin Christiane Lücke hatte sie schon gestern morgen wieder nach Hause geschickt, weil sie befürchtete, das Dach des Gebäudes könnte unter der Schneelast einstürzen. Sie hatte festgestellt, dass die Decke etwas durchhing.

Über eine Telefonkette wurden alle Eltern informiert. Nach Rücksprache mit dem Staatlichen Schulamt bleibt die Frankenberger Schule auch heute geschlossen.

Wie Dr. Hartmut Wecker, Sprecher des Landkreises Waldeck-Frankenberg, gegenüber der Frankenberger Zeitung betonte, handele es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Techniker des Gebäudemanagements hätten die Statik des Daches überprüft und Entwarnung gegeben: „Der Druck des Schnee betrug 50 Kilogramm pro Quadratmeter. Bis zu einer Belastung von 75 Kilo ist es unbedenklich“, erklärte Wecker. Dass die Decke etwas durchhänge, liege tatsächlich sogar in der Konstruktion des Daches begründet. Dies sei auch ohne Belastung durch Schnee der Fall. Wecker: „Es bestand für Schüler und Lehrer keinerlei Gefahr.“

Am Dienstag überreichten Karl-Heinz Schleiter und Pierre Brandenstein vom Frankenberger Rotary-Club an Schulleiterin Christiane Lücke die Spende. Der Club unterstützt damit ganz direkt die musikpädagogische Arbeit der Wigand-Gerstenberg-Schule, denn das Geld fließt in ein Engagement der Kinderoper Papageno aus Wien. Am 17. März kommen die Wiener Musiker nach Frankenberg, um mit den Schülern das Singspiel „Hänsel und Gretel“ einzuüben und auch aufzuführen. „Wir wollten den Kindern etwas Besonderes anbieten“, sagt Lücke. „Viele Kinder kommen nur selten mit dem Genre Oper in Berührung.“ Diese Erfahrung hat auch die Gruppe Papageno gemacht, die aus jungen Absolventen des Wiener Konservatoriums und der Musikhochschule bestehen. Klassische Musik werde leider von Kindern kaum mehr gehört, bedauern Susanne Holl und Peter Pacher von Papageno. Und selbst in diesen seltenen Fällen würde die Musik oft als langweilig empfunden. Den Grund sieht die Wiener Truppe darin, dass die Inhalte nicht dem jungen Alter des Publikums entsprechend aufbereitet würden. Genau da setzt ihre Arbeit an: Sie wollen musikalisches Unterhaltungstheater mit klassischen Inhalten auf kindgerechte Art präsentieren. Ihr Ziel ist es, die Neugierde auf Klassik bei den Schülern zu wecken.(mba)

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