Hatzfeld

Wikinger auf Hatzfelds Straßen

- Hatzfeld (fn). Der Kinderfreundeverein feierte sein jährliches Fest auf den Straßen der Stadt. Das diesjährige Motto des Umzuges lautete „Hatzfelder Zeitreise“.

Der 1844 gegründete Verein hat beim traditionellen Umzug am Wochenende viele Zuschauer auf die Straßen gelockt. Das Wetter war wie für das Freiluft-Vergnügen geschaffen, die gute Laune war förmlich zu spüren. So wanderte ein langer Festzug durch die Straßen zum Festplatz an der Eder. Dabei waren die Kinder der städtischen Tagesstätte und der Grundschule sowie der Hatzfelder Vereine. Auch der Tambourkorps aus Dotzlar und der Dodenauer Spielmannszug sorgten für sommerliche Stimmung, gekrönte von „Sempre Samba“ aus Bad Wildungen, die mit lateinamerikanischen Rythmen dem deutschen Sieg über Argentinien vom Vortag huldigten. Die Grundschule war mit dem Motto „Endlich Sommerferien“ vertreten. Die Hatzfelder Chorgemeinschaft zeigte Chorbekleidung im Wandel der Zeit. Vertreten waren ebenso die Oldtimer-Freunde. Die Kinder der Kindertagesstätte hatten sich mit ihren Eltern etwas besonderes einfallen lassen: sie kamen vom anderen Stern, wandelten silber-grau kostümiert durch die Straßen. Der Festzug bot aber nicht nur spaßige Momente, sondern erlaubte auch Einblicke in die Geschichte der Stadt. So wurde etwa die heutige Art der Holzverarbeitung mit der früher üblichen Handarbeit vergleichen. Die Trendsportart „Nordic Walking“ fand ihre Entsprechung im Schubkarrenschieben von anno 1960. Ein alter Mähdrescher und eine große Flugschar waren weitere Blickfänger des Umzugs. Im Festzelt sprach der Schirmherr, Erster Stadtrat Gerhard Kerstein, einige Begrüßungsworte und überreichte dem Vorsitzenden des Kinderfreundevereins, Gerd-Erich Stark, ein „Flachgeschenk“. Anschließend spielten der Dotzlaer Tambourkorps, die Wildunger Sambagruppe und der Spielmannszug aus Dodenau, bevor die Kapelle „Rothaar Sound“ schließlich zum Tanz aufspielte und die Besucher zum Tanz bat.

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