Battenberg

Ein „Wildexperte“ ohne Jagderlaubnis

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- Battenberg-Dodenau (da). Reinhard Paffe hatte nach FZ-Informationen keinen Jagdschein – für die Arbeit im Wildgehege ist der nach Angaben von Bürgermeister Heinfried Horsel aber unerlässlich. Finde sich kein Nachfolger, sei langfristig der Betrieb des Parks in Gefahr.

„Wir haben uns mit sofortiger Wirkung getrennt“, bestätigte Bürgermeister Heinfried Horsel am Dienstag auf Nachfrage der FZ. Die Situation sei „äußerst unerfreulich“. Zu den Gründen wollte sich Horsel nicht äußern. Nach FZ-Informationen hat Paffe schon seit Ende der 90er Jahre keinen Jagdschein mehr. Das soll zu seiner Abberufung geführt haben. Offenbar fühlen sich einige Verantwortliche hinters Licht geführt – Paffe war von erfahrenen Forstleuten aus der Region empfohlen worden.Vom Frankenberger Forstamt war er zu einer Jagd eingeladen worden, doch dort konnte er keinen gültigen Jagdschein vorweisen, teilte Forstamtsleiter Andreas Schmitt mit. Weitere Angaben machte er nicht, der Vorfall werde von der unteren Jagdbehörde weiter verfolgt.

Reinhard Paffe war Anfang September als neuer Betreuer des Wildgeheges vorgestellt worden. Im schmucken Waidmanns-Zwirn hatte er sich präsentiert und große Erwartungen geweckt: Paffe war sein Amt engagiert angegangen, hatte den Zaun des Geheges repariert, wollte Kindern und Erwachsenen die Natur des Geheges näherbringen. Doch offenbar war bei weitem nicht alles so positiv, wie es zunächst schien. Reinhard Paffe soll Revierjäger und Eigentümer einer Firma für jagdlicher Dienstleistungen gewesen sein, die er nach eigenen Angaben in diesem Jahr an seinen Sohn übergeben hatte. Er wollte sich unentgeltlich um das Wildgehege kümmern.

Die Stadt hat die Unterhaltung des Geheges an den Verkehrsverein übertragen und steuert jährlich 5000 Euro zum Betrieb bei.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 23. November

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