Landwirte fordern eine Abschussprämie für Frischlinge

Wildschweine werden im Landkreis Waldeck-Frankenberg zur Plage

Der Unmut ist groß: Außergewöhnlich viele Wildschweine verlassen den Wald und wühlen Weiden um.

Waldeck-Frankenberg. Wildschweine richten im Landkreis immer mehr Schäden an. Die Landwirte schlagen Alarm und fordern eine verstärkte Bejagung. Sogar von Abschussprämien ist beim Kreisbauernverband Frankenberg die Rede.

Der Unmut ist groß, weil es außergewöhnlich viele Wildschweine gibt. Diese verlassen zunehmend den Wald, wühlen Weiden um und zerstören die Ernte.

Die Schäden gehen in die Hunderttausende, schätzt Andreas Schmidt, Leiter des Forstamts Frankenberg. Dort seien bis jetzt 74 Prozent mehr Wildschweine geschossen worden als im Vorjahreszeitraum. „Die Wildschweine sind ein großes Problem“, sagt Matthias Eckel, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes.

In Burgwald suchten die Wildschweine vor kurzem sogar am helllichten Tag in einem Garten nach Nahrung. Hauptgrund für den Trend ist, dass Eichen und Buchen inzwischen weitaus häufiger reichlich Früchte tragen. Diese so genannten Mastjahre traten früher höchstens alle zehn Jahre auf, mittlerweile aber oftmals jedes zweite oder dritte Jahr. Eicheln und Bucheckern bilden die ideale Nahrung für Wildschweine.

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Quelle: HNA

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