Wilfried Golde ist nicht mehr Chef der Gemündener Feuerwehr

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Wilfried Golde ist nicht mehr Chef der Gemündener Feuerwehr

Gemünden. Wilfried Golde macht jetzt erstmal Urlaub. Mit seiner Frau Ute fährt er kommende Woche nach Hamburg und Berlin, um auszuspannen, um einfach mal nicht an die Feuerwehr zu denken.

„Darauf freue ich mich “, sagt der 62-Jährige, der am vorvergangenen Freitag bei der Wahl des neuen Stadtbrandinspektors aller Gemündener Feuerwehren nicht mehr angetreten war und den Weg frei gemacht hatte für seinen Nachfolger Andre Boucsein.

Wilfried Golde war 18 Jahre lang der Chef und das Gesicht der Wehr. Er war jemand an vorderster Front, auf den sich die Feuerwehrleute verlassen konnten. Einer, der in Situationen kühlen Kopf bewahrte, damit im Einsatz Menschenleben gerettet werden konnten. Er war ein sehr gewissenhafter Stadtbrandinspektor, der akribisch arbeitete und analysierte. Golde war auch ein Feuerwehr-Chef, der immer im Dienst war und selten abschalten konnte. Einer, der sich der Verantwortung, die ihm übertragen wurde, stellte.

Es ist gut möglich, dass er sich dadurch auch manches Mal zu sehr unter Druck setzte. „Ich habe in den vergangenen Tagen gespürt, dass etwas von mir abgefallen ist“, sagt der 62-Jährige. Er spricht ganz konkret von „Druck“ und davon, dass er sich jetzt vor allem deswegen auf den Urlaub freue, weil er die Großstädte – in Berlin ist er jedes Jahr – intensiver als sonst erleben könne.

„In den vergangenen Jahren hatte ich immer meinen kleinen Feuerwehr-Koffer dabei, um in der Freizeit Dinge für die Wehr erledigen zu können. Wenn wir etwas besichtigt haben, habe ich immer auch an die Feuerwehr gedacht.“ Als Stadtbrandinspektor habe er schließlich eine hohe Verantwortung gehabt.

Selbst als er einmal im Krankenhaus gewesen sein, habe er Feuerwehr-Arbeit erledigt. „Das hat alles ja auch riesigen Spaß gemacht, sonst hätte ich den Job sicher nicht 18 Jahre lang ausgeübt“, sagt Golde.

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Quelle: HNA

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