Allendorf (Eder)

Wilfried Schneider Sportler des Jahres

- Allendorf (Eder) (schä). Bei den Schauspielern gibt es einen Oscar für das Lebenswerk; bei den Schützen wurde am Freitagabend ebenfalls ein Preis für ein lebenslanges Wirken verliehen. Der Schützenkreis ernannte Wilfried Schneider aus Herbelhausen zum Sportler des Jahres.

Das gab es nicht für jeden Preisträger: Stehend applaudierten die Gäste des Ehrungsabends in der Schützenhalle im Allendorfer Haftal, als Wilfried Schneider düe Bühne betrat. Sie zollten damit Anerkennung und Respekt für das mehr als 40-jähriges Wirken Schneiders im Kreise der Schützen. Und für den Kreisvorstand der Frankenberger Schützen dürfte dies ein Zeichen dafür gewesen sein, sich nicht geirrt zu haben bei der Wahl zum Sportler des Jahres.

Seit einigen Jahren sind es nicht nur sportliche aktive und erfolgreiche Schützen, die den Titel verliehen bekommen, sondern auch immer wieder mal „Menschen, die die Fäden im Hintergrund ziehen“, wie es Kreisschützenmeister Jürgen Binzer nannte. Und doch war Schneider sichtlich überrascht von der Ehrung. „Dass so ein alter Knochen einmal Sportler des Jahres wird“, sagte Schneider, nachdem er von Binzer die schmucke Trophäe entgegen genommen hatte.

Eine Trophäe, die dem Herbelhäuser vielleicht sogar mehr bedeutet als das Bundesverdienstkreuz, das ihm vor drei Jahren verliehen wurde; ist es doch eine höchst respektierte Auszeichnung im Kreise „seiner“ Schützen, für die er sich nun schon seit 1969 engagiert. So lange ist Schneider bereits Vorsitzender des Schützenvereins Herbelhausen/Ellnrode. Zudem gehört Schneider seit 1988 dem Ehrungsausschuss des Schützenkreises an und war zuvor als Beisitzer im Kreisgremium tätig. „Freundlich, korrekt, und sachlich“, bezeichnete Binzer den frisch Gekürten, der sich auch in der Lokalpolitik und im Gemündener Karneval seit Jahren engagiert.

Unter Schneiders Regie hat sich der SV Herbelhausen/Ellnrode nicht nur im Schützenkreis einen Namen gemacht. Mehrfach tat er sich als Ausrichter des Kreisschützenfestes, des Jugendzeltlagers und des Kreisschützenballes hervor.Schneiders Ehrung bildete den Höhepunkt des Abends, den die Allendorfer Schützen als Gastgeber gut organisiert hatten. Mit einer einfallsreichen Tanzdarbietung war auch für Unterhaltung gesorgt.

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