Frankenbergs Bürgermeister feilt mit neuesten Plänen an der Zukunft der Stadt

Heß will Öffnung zur Eder

Iller- und Mones-Platz: Von diesem zentralen Punkt in der Frankenberger Fußgängerzone aus soll die Öffnung zur Eder erfolgen. Foto:  mjx

Frankenberg. Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß feilt weiter an der Zukunft der Stadt. Die Neugestaltung der Bahnhofstraße ist abgeschlossen, der Vertrag für den Ankauf des Bahnhofs ist unterschrieben, die Planungen für die Umgestaltung des Bahnhofsgeländes laufen auf vollen Touren und auch die Sanierung der Fußgängerzone ist in Reichweite. Heß hat aber noch weitere ehrgeizige Pläne: Die Öffnung der Stadt zur Eder. „Das führt zu einer Stärkung der Fußgängerzone“, ist der Bürgermeister überzeugt. Die ersten Überlegungen und auch die ersten Pläne gibt es bereits.

Die Öffnung der Stadt zur Eder soll nach den Vorstellungen von Heß vom Iller- und Mones-Platz über die Bremer Straße/Auf der Nemphe und die Uferstraße zur Ederaue erfolgen. Dabei denkt er insbesondere auch an einen Rückbau und die Umgestaltung der Uferstraße. „Die Uferstraße ist eine Barriere“, sagt Heß. Durch die breite Durchgangsstraße habe die Eder für die Menschen fast überhaupt keine Erreichbarkeit. Das soll sich ändern: „Wir wollen an der Eder eine Aufenthaltqualität bekommen. Die Menschen sollen sich dort hinsetzen und das Spiel des Wassers genießen können.“

Dabei schwebt dem Bürgermeister insbesondere vor, die Asphaltwüste im Bereich der Uferstraße zu verändern – und zwar mit einer schmalen Fahrbahn, ausreichenden Parkplätzen und mit einer Promenade entlang der Eder auf dem Höhenniveau der jetzigen Uferstraße. „Dann geht es treppenmäßig erst runter zur Eder“, erklärt der Bürgermeister. Und: „Die Menschen sollen auch barrierefrei zur Eder kommen können.“ Der Iller-und Monesplatz in der Fußgängerzone soll nach den Worten des Bürgermeisters der Ausgangspunkt für die Öffnung der Stadt zur Eder werden: „Deshalb gibt es auch jetzt schon die ersten Planungen und Entwürfe.“ Wie es dort aber einmal konkret aussehen werde, werde von den Kosten abhängen, sagt der Bürgermeister.

„Die Eder soll für die Menschen ein Ort der Entspannung und der Freizeit werden“, begründet Heß seine Überlegungen. Derzeit sei den Menschen der Stadt der Naturraum an der Eder weitgehend verborgen. „Das ist ein negativer Punkt.“

Auch eine Zeitschiene gibt es bereits: „In zwei bis drei Jahren sollen die Pläne umgesetzt werden“, sagt Heß – „je nachdem wie die Stadtsanierung weiterläuft.“ Erst einmal müsse das Bahnhofsprojekt abgeschlossen werden.

Für eine Öffnung der Stadt zur Eder erwartet der Bürgermeister auch wieder jede Menge Fördergeld von Bund und Land: „Wir werden versuchen, eine hohe Förderung zu bekommen, um die Kosten für die Stadt gering zu halten“, sagt Heß. (mjx)

Quelle: HNA

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