Frankenberg

Wind zeichnet Bilder

- Frankenberg (da). Die Ausstellung "Fremder Geist?" ist derzeit in der Liebfrauenkirche zu sehen. Reta Reinl zeigt "Windzeichnungen".

An unterschiedlichen Orten in Deutschland und im Ausland sind die Windzeichnungen entstanden: Mal haben laue Lüfte ihr Bild gemalt, dann tobten kräftige Stürm, während an einem Sommermorgen wiederum Tautropfen für ein ganz eigenes Farbenspiel sorgten.

Mit Hilfe von Segeln, Gestellen und daran hängenden Stiften hat Reta Reinl die Lüfte sichtbar gemacht: „Der Wind ist gegenständlich geworden“, sagte Marc Neufeld zur Eröffnung der Vernissage und erklärte: „Mit dem Wind ergeht es uns wie mit dem Geist: Wir kriegen ihn nicht in den Griff, aber wir können ihn nutzen“. Wind sei Geber und Gabe zugleich. Die Zeit um Pfingsten passe besonders gut zu einer solchen Ausstellung.

Neufeld verwies auf das griechische Wort „pneuma“, das sowohl Geist als auch Wind bedeuten kann. Und Geist habe auch etwas mit Stimmungen zu tun. „Geist und Atem sind Zeichen des Lebendigen.“ So sei der Wind nicht nur ein meteorologisches Phänomen, sondern auch eine Metapher für Gott.Fenster mit einbezogen

Neben den zahlreichen Zeichnungen mit ihren ganz unterschiedlichen Farben und Ausdrucksformen hat Reta Reinl auch die Fenster der gotischen Liebfrauenkirche mit einbezogen. Durch die Gläser fällt – je nach Sonneneinstrahlung – farbiges Licht auf einen Teil der Bilder. Im Chorraum hängen auf Blättern aufgeschriebene Bibel- und Liedzitate, die sanft hin- und herwiegen.

Die Ausstellung ist bis zum Dienstag, 25. Mai, täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

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