Fallschirmübung im Frankenberger Raum

Windböen machen Übung zunichte

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Fallschirmspringer der Division Spezielle Operationen bereiten sich vor dem Flug auf den Absprung vor – doch während die Soldaten schon in der Transall saßen, wurde der Sprung wegen Windböen abgesagt.Fotos: Mark Adel

Allendorf (Eder) - Zahlreiche Schaulustige warteten gestern vergeblich zwischen der Kaserne und Bottendorf: Die Springer der Division Spezielle Operationen (DSO) aus Stadtallendorf waren schon in der Luft, als wegen zu starken Winds die Übung abgesagt wurde.

Ursprünglich waren Dienstag und Mittwoch Springdienste geplant: Vom Allendorfer Flugplatz aus sollte die Transall in mehreren Flügen insgesamt 160 Fallschirmspringer aufnehmen und nahe Bottendorf abspringen lassen.

Doch schon am Dienstag hatte der Wind die Übung verhindert. Gestern hatte sich das Wetter etwas gebessert: Am Vormittag ging eine Maschine mit Springern in die Luft.

Die Transall kreiste über dem Absprunggelände, doch dann flog die Maschine samt Soldaten zurück nach Allendorf: „Wir hatten Windböen von 23 bis 25 Knoten“, erklärte Oberleutnant Stefan Latteyer, Presseoffizier der Division Spezielle Operationen. Auch im Einsatz liege die Grenze bei 18 Knoten, bei der Übung gelten 15 Knoten als Grenze. Springen sollten sowohl etwa 30 „Freifaller“, die aus 3200 Metern abspringen und selbst die Reißleine ziehen, als auch etwa 130 Soldaten mit automatischen Fallschirmen: Die Schirme werden im Flugzeug eingehängt und öffnen sich beim Absprung. Sie verlassen das Flugzeug in etwa 400 Metern Höhe.

Zu Gast in Allendorf waren auch US-Soldaten der 173rd Airborne aus Bamberg, um an der Übung teilzunehmen. Sie stehen seit Jahren in Verbindung mit der DSO. Doch der Sprung wurde in letzter Minute abgesagt. Zahlreiche Soldaten hatten zuvor das Absprunggelände gesichert. Entlang der Straße zwischen der Kreisstraße 117 und Bottendorf hatten sich zahlreiche Schaulustige postiert, um den Absprung zu beobachten. Die Sicherheit der Springer gehe aber vor, betonte Latteyer. „Die Soldaten wären gern gesprungen.“ Der Aufwand für die Übung war groß, unter anderem musste an beiden Tagen eine Transall aus Wunstorf nach Allendorf beordert werden.

Nach Angaben Latteyers wird etwa einmal jährlich an wechselnden eine solche Übung ausgerichtet. Ob das Frankenberger Land nochmals Schauplatz eines Sprungdienstes sein wird, stehe noch nicht fest.

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