Windeltonne kostet in Burgwald extra

Burgwald. Die Gemeinde Burgwald erhebt im kommenden Jahr eine Extragebühr für Windeltonnen. So steht es in der neuen Abfallsatzung, die die Gemeindevertretung bei sechs Gegenstimmen beschloss.

Christa Scholl von der CDU kritisierte die Extragebühr: „Wir sollten uns freuen, wenn neues Leben in die Gemeinde kommt, und nicht die Eltern zusätzlich belasten“, sagte sie. Gebraucht werde die Windeltonne auch für pflegebedürftige Menschen. „Die Pflege zuhause ist eine Riesenbelastung für Angehörige“, sagte Scholl. Sie stellte den Antrag, dass die Kosten für die Windeltonnen auf die Allgemeinheit umgelegt werden. Statt der geplanten Erhöhung der jährlichen Abfallgebühr pro Person (Einwohnergleichwert) um zwei auf 82 Euro sollte sie auf 84 Euro steigen.

Die Bürgerliste Ernsthausen unterstützte diesen Antrag. „Auf der einen Seite wird die Gemeinde Mitglied der Aktion für behinderte Menschen, auf der anderen Seite belastet sie ältere Menschen, die gepflegt werden müssen. Das passt nicht zusammen“, kritisierte Klaus Klimaschka.

Das Parlament lehnte den CDU-Antrag ab: Neun Gemeindevertreter stimmten gegen das Umlegeverfahren, acht dafür. Für die neue Abfallsatzung mit einer jährlichen Müllgebühr von 82 Euro pro Person sowie einer Gebühr für Windeltonnen – 25 Euro pro Jahr für die 120-Liter-Tonne, 50 Euro für die 240-Liter-Tonne – stimmten neun Gemeindevertreter, sechs waren dagegen, zwei enthielten sich. (mab)

Mehr aus dem Parlament Burgwald in der gedruckten Montagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Kommentare