Arbeitsbeginn noch vor Weihnachten

Regierungspräsidium genehmigt Windpark für 35 Millionen Euro

Es kann losgehen: (von links) Stefan Schaller, Geschäftsführer VEW, Bürgermeister Frank Gleim, Werner Schütz, Vorsitzender der Waldeigentümer Schiffelbach, und Arno Süssmann, stellvertretender Leiter des Forstamts Burgwald, freuen sich über die Genehmigung des Windparks. Foto:  Skupio

Gemünden. Das Regierungspräsidium Kassel hat die Errichtung der sieben Windenergieanlagen in Gemünden und Schiffelbach genehmigt. Die Rodungsarbeiten sollen Ende Dezember beginnen.

„Mehr als einmal bin ich gefragt worden, wann die Arbeiten für den Windpark starten - und das völlig zu Recht“, sagte Stefan Schaller, Geschäftsführer der Verbands-Energie-Werk (VEW, Gesellschaft für Erneuerbare Energien). Bereits vor einem Jahr hatte die VEW, deren Tochterfirma „Windpark Gemünden GmbH“ als Betreiber fungiert, mit der Stadt Gemünden eine Informationsveranstaltung zu den sieben geplanten Windenergieanlagen in Gemünden und Schiffelbach abgehalten. In der vergangenen Woche kam vom Regierungspräsidium Kassel nun die Genehmigung für das 35 Millionen Euro teure Projekt.

Dies sei ein schönes Vorab-Geschenk, sagte Gemündens Bürgermeister Frank Gleim, der in der kommenden Woche Geburtstag feiert. Er sei froh, den vielen fragenden Gesichtern nun eine Antwort liefern zu können.

Voraussichtlich ab dem 22. Dezember kann mit der Rodung der Flächen begonnen werden. „Wir stehen Gewehr bei Fuß“, sagte Arno Süssmann, stellvertretender Leiter des Forstamts Burgwald, das den für den Windpark vorgesehenen Privatwald Schiffelbach und den Kommunalwald Gemünden beforstet.

„Das kommt uns sehr gelegen, denn für einen Standort gibt es ein knappes Zeitfenster für die Rodung bis zum 31. Dezember“, sagte Stefan Kieweg, Prokurist der VEW. In Teilbereichen dürften zwar Bäume gefällt, deren Stümpfe jedoch erst später aus dem Boden geholt werden, nachdem die dort vorkommende Haselmaus aus dem Winterschlaf erwacht sei.

„Wir hoffen, dass Teile der Anlage noch 2016 fertiggestellt werden können“, sagte Schaller. Dies sei auch wünschenswert, da sich die Einspeisevergütung 2017 reduziere. Spätestens dann werde aber der komplette Windpark stehen. Wünschenswert wäre noch ein weiterer Partner, beispielsweise ein weiterer Energieversorger, „am liebsten aus der Region“, sagte Schaller.

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Quelle: HNA

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