Winter im Herbst: Reifenwechsel ist früher angesagt als sonst

Routiniert, aber sorgfältig: Der Kfz-Mechatroniker Jonas Holzapfel gehört zum Werkstatt-Team beim Autohaus Beil in Frankenberg, wo auch Winterreifen aufgezogen werden. Foto: Rösner

Frankenberger Land. Es ist Mitte Oktober, der erste Schnee ist gefallen, viele Autofahrer sind noch mit Sommerreifen unterwegs.

Hier folgt ein Überblick über den Wintereinbruch und was das für den Autoverkehr bedeutet:

DER STREUDIENST

Zum ersten Mal wurden die Straßen im Frankenberger Land am Mittwochmorgen gestreut. Bei Temperaturen um die Null Grad rückt die Straßenmeisterei aus, erklärt Horst Sinemus von Hessen Mobil. Der Winter sei zwar am Mittwoch überraschend gekommen, doch die Straßenmeistereien waren vorbereitet. Die Fahrzeuge sind auf den Winterdienst umgerüstet worden. Räumschilder und Streubehälter sind montiert, berichtet Sinemus. Die jeweils 1000 Tonnen fassenden Streusalz-Lager der Straßenmeistereien in Frankenberg und Bad Wildungen seien fast voll.

KRITISCHE BEREICHE

Im südlichen Kreisteil zählen Hundsdorf/Löhlbach, Bromskirchen und Battenberg/Eifa zu den Orten, wo es bei Frost am ehesten glatt und somit für Autofahrer gefährlich werden könnte. Die Straßenmeistereien verfolgen den Wetterbericht und kontrollieren die Strecken, so dass sie rechtzeitig streuen können.

DIE AUTOFAHRER

Viele Autofahrer haben laut einer Umfrage unserer Zeitung bei Werkstätten auf die früh einsetzende Kälte reagiert. Die Nachfrage nach dem Wechsel auf Winterreifen ist demnach seit ein bis zwei Wochen sehr stark. „Es ist dieses Jahr wesentlich früher als sonst“, sagt Günter Beil vom Autohaus Beil in Frankenberg. Sonst ging es eher in der zweiten Oktoberhälfte richtig los. Auch das Autohaus Behlen in Frankenberg rüstet seit zwei Wochen um, und bei Hoffmann in Bottendorf haben die Reifenmonteure viel zu tun. „Wenn es kalt und ungemütlich wird, rufen die Kunden an“, berichtet Kathrin Blank (Hoffmann). Ein bis zwei Tage Vorlauf müssten Kunden mit einrechnen, wenn sie einen Termin für den Reifenwechsel haben möchten. 19,90 Euro koste dieser Service.

DIE MONTEURE

Etwa sieben Minuten nur braucht ein Team aus zwei bis drei Kfz-Mechatronikern, um einen Satz Reifen zu wechseln, sagt Jonas Holzapfel, der in der Werkstatt der Firma Beil arbeitet. Vor dem Montieren wuchtet er die Reifen an einer Maschine aus - „für einen guten Lauf“. Trotz der Routine brauche alles seine Zeit, sagt Willi Monzner, der seit etwa 40 Jahren dort tätig ist. Die Kunden müssten Verständnis und Geduld mitbringen.

Quelle: HNA

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