Beschwerden nehmen zu

Trotz Kälte: Tiere dürfen im Winter draußen stehen

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Galloways in Allendorf werden auch im Winter draußen gelassen. Christian Huhn kümmert sich um sie.

Waldeck-Frankenberg. Beim Veterinäramt gehen im Winter vermehrt Anrufe ein. Menschen melden vermeintliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, weil sie Tiere entdecken, die bei der kalten Witterung draußen stehen und aus ihrer Sicht nicht versorgt werden. Doch in den meisten Fällen ist die Sorge unbegründet.

 „Wenn die Temperaturen sinken und es vielleicht auch schneit, bekommen wir mehr Hinweise“, sagt Bettina Elsner vom Veterinäramt. Sie ist dankbar für jeden Anruf. Verstöße könnten so besser geahndet und bestraft werden. In der Regel werden zunächst Verwarnungen ausgesprochen, und es wird eine Frist für die Tierhalter gesetzt, die Mängel zu beheben. „Es kann auch zu einer Strafanzeige kommen“, so Elsner. Geldbußen bis zu 25 000 Euro und Haftstrafen seien möglich.

Bei den meisten Hinweisen liegt allerdings kein Vergehen vor. „Es wird bei Anzeigen oftmals mit menschlichem Maß gemessen“, sagt Matthias Eckel, Geschäftsführer des Kreisbauernverbands Frankenberg. Gerade Rinder und Schafe seien dafür geschaffen, den Winter im Freien zu verbringen. Die Unterbringung in finsteren und zu warmen Ställen könne schädlich für die Tiere sein.

Von Philipp Daum

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Quelle: HNA

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