Winterpause im Kloster Haina: Wie der mittelalterliche Originalzustand erhalten blieb

Haina. Im Kloster Haina ist die Winterpause eingetreten. Die Kirche ist bis zum Frühjahr nicht geöffnet.

Welche Vorteile die Kälte und die besondere Geschichte des mittelalterlichen Gebäudes für die Erhaltung der Kirche in ihrem Originalzustand hatte, das schildert Klaus Brill vom Verein Freunde des Klosters Haina, der zum Ende der Besichtigungssaison 2015 eine positive Bilanz zieht.

Nach der Gründung im Jahr 1088, die auf der Aulisburg bei Löhlbach durch Zisterzienser aus Altenburg bei Köln erfolgte, war der Konvent bald ins besser geeignete Tal der Wohra bei Haina transferiert worden. Dort legten die Mönche 1215 den Grundstein für den Bau ihrer Kirche, die zusammen mit den übrigen Gebäuden zu den schönsten und besterhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen in Deutschland zählt.

Einen epochalen Einschnitt brachte die Reformation, die in Hessen ab 1526 eingeführt wurde. Landgraf Philipp der Großmütige hob 1527 alle Klöster auf und wandelte Haina ebenso wie drei andere Abteien 1533 zu Hospitälern für die Landbevölkerung um.

Die Klosterkirche wurde danach Jahrhunderte lang nur für interne Gottesdienste genutzt und dämmerte vor sich hin, erst im 19. Jahrhundert und dann erneut von 1982 bis 2012 wurde das Gebäude gründlich gesichert und restauriert. Seit geraumer Zeit ist sie auch wieder allgemein zugänglich.

Diese besonderen Umstände hatten auch ihr Gutes. Was das ist, lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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