Rosenthaler Landfrauen feierten 60. Geburtstag – Bezirksvorsitzende Rauhio gratulierte

Das Wir-Gefühl gestärkt

„Freude am Leben“: Das sang der gemischte Chor der Landfrauen und -männer anlässlich des 60. Geburtstages der Rosenthaler Landfrauen. Fotos: Moniac

Rosenthal. Als „Glutze-“, also Gluckenverein wurden sie wegen ihrer Kükenaufzuchtstation anfangs scherzhaft belächelt. Doch das änderte sich schnell: In der 60-jährigen Geschichte ihres Vereins, die jetzt gefeiert wurde, haben sich die Landfrauen Rosenthals mit weitaus mehr Themen als Landwirtschaft und Tierpflege beschäftigt.

Der 60. Geburtstag, das ist schon etwas Besonderes, verstärkt noch dadurch, dass die acht Gründungsfrauen am 28. März 1951 den ersten Landfrauenverein im Altkreis Frankenberg überhaupt aus der Taufe gehoben hatten. Das Jubiläum feierten die heutigen Mitglieder mit einem großen Fest in der Sport- und Kulturhalle.

Mit einem Frühlingslied hieß der gemischte Chor aus Landfrauen und einigen -männern alle willkommen, bevor Eva Golde ihren Dank für die zum Teil jahrzehntelange Treue der Frauen zum Verein aussprach. Unter den Gästen begrüßte sie mit Christa Rauhio, Gunhild Scholl, Irene Mütze und Beate Homrighausen auch eine Abordnung aus dem Vorstand des Bezirksvereins Altkreis Frankenberg. Mit dem Ausspruch „Nur wer genießen kann, ist genießbar“ des französischen Schriftstellers Anatole France lud sie dann zum reichhaltigen Frühstücksbüfett ein.

Nach der Stärkung gab Eva Golde eine Rückblick auf die Entwicklung des Landfrauenvereins. „Unser Ziel war es schon immer, das Alte zu pflegen, aber auch Neues zu entdecken und zu entwickeln“, sagte sie. Die Gründungsfrauen mit ihrer Vorsitzenden Edith Möller hätten sich trotz mancher Kritik aus der Bevölkerung nicht beirren lassen und mit der Zeit durch ihre Projekte die Anerkennung der Rosenthaler gewonnen. Fahrten, Besichtigungen, Feiern, gemeinsames Handarbeiten und vieles mehr: Das alles habe das „Wir-Gefühl“ gestärkt, und heute seien die Landfrauen aus dem Vereinsleben der Stadt nicht mehr wegzudenken. Allerdings verhehlte sie nicht die bestehenden Nachwuchsprobleme.

Bezirksvorsitzende Christa Rauhio gratulierte im Namen aller Landfrauenvereine des Altkreises. „Ihr habt Großartiges geleistet und euch gegen alle Vorbehalte durchgesetzt“, lobte sie die Arbeit der Frauen.

In Versform gebracht hatte Marianne Waßmuth die Aktivitäten des Vereins. Sie reichen von den viel beschmunzelten Küken über eine Wäscherei und die noch heute bestehende Gefrieranlage bis hin zu Ausflügen, Vorträgen und Seminaren, die den Frauen zu neuen Kenntnissen verhalfen und ihren Alltag auch heute bereichern.

Nach dem Mittagessen unterhielten Elke Conell und Gabriele Keller von der Erzählerschule Burgwald mit heiteren und besinnlichen Geschichten und Märchen. Mit dem gemeinsamen Kaffeetrinken klang die Veranstaltung aus.

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

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