Dodenau: Polizeichef Ottmar Vöpel über alkoholisierte Jugendliche

"Wir haben hier keine Brennpunkte"

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Jugendliche haben am 1. Mai auf ihrem Weg nach Dodenau Überreste von Flaschen und anderen Abfall hinterlassen. Sie blieben allerdings friedlich, während erwachsene Besucher des Maifests für Randale sorgten (FZ berichtete).Symbolfoto: Archiv

Dodenau - Zahlreiche Jugendliche haben sich im Internet verabredet und sind am 1. Mai zum Dodenauer Maifest gewandert (FZ berichtete). Dass sich Gruppen so geballt treffen, ist nach Angaben von Ottmar Vöpel, Leiter der Frankenberger Polizeistation, ungewöhnlich.

Ottmar Vöpel und seine Kollegen haben nichts gegen feiernde und alkoholisierte Menschen - wenn sie friedlich sind und keinen Müll hinterlassen. Während für Schlägereien beim Maifest ältere Gäste verantwortlich waren, blieben die Jugendlichen, die aus dem ganzen Edertal nach Dodenau gewandert waren, zwar friedlich, hinterließen aber jede Menge Abfall.

Im Waldecker Land haben Polizei und Ordnungsämter verschiedene Plätze kontrolliert und Präsenz gezeigt. Dort seien die Treffpunkte seit Jahren bekannt, sagte Vöpel der FZ. „Dort gibt es Brennpunkte, die haben wir hier nicht.“ Die feiernden Jugendlichen und die älteren Gäste, die sich geschlagen haben, hätten nichts miteinander zu tun gehabt, betonte Vöpel. Beides zusammen führt allerdings dazu, dass das Maifest in schlechtem Licht steht - zu unrecht: „Die Dodenauer Maifeste sind in den vergangenen Jahren immer ordentlich abgelaufen“, sagt Polizeichef Vöpel.

Während handfeste Auseinandersetzungen auf Festen zwar nicht alltäglich, aber auch nicht ungewöhnlich sind, hat die große Menge der Jugendlichen die Polizei überrascht. „Die haben sich wohl über Facebook verabredet“, bestätigte Ottmar Vöpel die Beobachtungen der Veranstalter vom TSV Dodenau.

Wenn alkoholisierte Jugendliche auffällig würden, schreite die Polizei ein - das sei beispielsweise im vergangenen Jahr an einem Feiertag in Battenberg der Fall gewesen, sagte Vöpel. Gegen friedliche Treffen sei aber nichts einzuwenden.

Die Polizei werde sich mit der Stadt Battenberg in Verbindung setzen und anraten, beim nächsten Maifest mehr Ordner einzusetzen, kündigte der Polizist an.

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