Wohngruppe für Menschen mit geistiger Behinderung war Pilotprojekt

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25 Jahre Wohngruppe: Bewohner aus der Anfangszeit blättern mit Axel Goerlach (2. von links) und Werner Thielemann (rechts) von der HPE-Leitung in einem Fotoalbum.

Haina-Kloster. Es war ein Pilotprojekt im gesamten Bereich des Landeswohlfahrtverbandes: Vor 25 Jahren zogen 20 Menschen mit geistiger Behinderung vom Krankenhausgelände in Haina-Kloster in eine Wohngruppe nach Halgehausen.

Ziel war es, dass die Bewohner ein möglichst normales Leben außerhalb der Krankenhausstrukturen führen konnten.

Bis dahin waren die in LWV-Einrichtungen betreuten Menschen mit geistiger Behinderung noch alle den psychiatrischen Krankenhäusern angegliedert. „Es gab damals eine Aufbruchstimmung. Die Bewohner sollten lernen, sich soweit wie möglich selbst zu versorgen“, schildert Axel Goerlach.

Der Sozialpägadoge war bei der Gründung der Wohngruppe in Halgehausen dabei. „Wir waren erstaunt, wie schnell die Bewohner in Halgehausen an Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein gewannen und sich besser in soziale Gruppen integrierten“, erinnert er sich.

Zwei Jahre später, 1989, wurde die Heilpädagogische Einrichtung Haina gegründet, die die Betreuung der Menschen mit geistiger Behinderung als eigenständige Einrichtung, abgekoppelt vom Krankenhaus, übernahm. Nach und nach zogen Bewohner vom Klinikgelände in Wohngruppen. Heute betreut die HPE 97 Menschen in acht Wohngruppen in Halgehausen, Battenhausen und in Haina.

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Quelle: HNA

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