Allendorf

Wohnraum barrierefrei anpassen

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- Allendorf/Eder (r) Die Mitglieder der Frauenunion Waldeck-Frankenberg haben mit ihren Angehörigen die Firma Balzer besucht und sich die Ausstellungsräume angesehen. Barrierefreies Wohnen war Thema eines Vortrags von Balzer-Geschäftsführer Stefan Dauber.

Im Anschluss an den Vortrag stellten sie in einer Diskussionsrunde viele Fragen zur barrierefreien Anpassung ihres eigenen Wohnraums. Die stellvertretende Kreisvorsitzende der Frauenunion, Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg, betonte, ein gesellschaftspolitisches Ziel müsse es sein, dass ältere Menschen so lange wie möglich selbstbestimmt in der eigenen Wohnung bleiben könnten. Selbstständiges Wohnen beeinflusse die Lebenseinstellung positiv und reduziere gleichzeitig die Kosten für Pflege, sagte sie.

Die Anpassung des Wohnraumes auf die Bedürfnisse im Alter werde deshalb immer wichtiger. Nach wie vor würden noch 84 Prozent der über 85-jährigen Menschen zu Hause wohnen, frühzeitige Planung sei deshalb wichtig, erklärte Stefan Dauber in seinem Vortrag. Bedauerlich sei, dass nach wie vor das barrierefreie Wohnen bei jüngeren Menschen sowohl beim Hausbau, als auch bei der Einrichtung ihrer Wohnung kein Thema sei. Erst wenn der Rollator nicht durch die Badezimmertür passt, würden die Probleme offenbar. Badewannen ohne Einstiegshilfe, Duschen mit hohem Einstieg oder Küchenschränke, deren Inneres für Menschen mit Handycaps nicht mehr zu erreichen ist, waren deshalb die Themen an diesem Nachmittag, ebenso wie rutschfeste Böden, Orientierungshilfen mit der richtigen Beleuchtung oder ein Hausnotruf. Der Umbau in eine behindertengerechte Wohnung wird durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau gefördert, erfuhren die Besucher.

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