Immobilienmakler übt Kritik an Sortiment

Woolworth und Friseur Klier ziehen ins Frankenberger Tor

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Die Baustelle für das Frankenberger Tor verändert sich täglich: Das 22-Millionen-Euro-Projekt soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Hauptmieter im neuen Einkaufszentrum wird Herkules, mittlerweile liegt auch eine Zusage von Woolworth vor.

Frankenberg - Ein großes Schild an der Baustelle in der Röddenauer Straße kündigt die künftigen Mieter des Einkaufszentrums Frankenberger Tor an. Über einige der Geschäfte ist Immobilienmakler Rudolf Jung überhaupt nicht glücklich: Erfolglos hatte er versucht, sie in die Fußgängerzone zu holen.

Deichmann, Mister+Lady Jeans, Rossmann, Friseur Klier: Diese und zahlreiche weitere Ketten habe er angeschrieben, um sie als Mieter in die Fußgängerzone zu holen, sagt Rudolf Jung. Frustriert muss er jetzt feststellen, dass nicht Frankenberg an sich uninteressant für die Ketten ist, sondern lediglich die angebotenen Ladengeschäfte. Denn die genannten Firmen ziehen in das Frankenberger Tor ein.

Das Problem liegt laut Rudolf Jung in der Größe der Verkaufsfläche - und zwar in doppelter Hinsicht: Einerseits habe Frankenberg überdurchschnittlich viel Verkaufsfläche im Verhältnis zur Einwohnerzahl (und damit zur Kaufkraft).

„Es gibt keinen, den wir nicht angeschrieben haben“, sagt Jung und nennt als Beispiele Nordsee, Buddelei, Das Depot, New Yorker, McGeiz, Primark, H&M, McPaper, Drogerie Müller, Alnatura, VeroModa, Jack Wolfskin, Butlers oder Adler.

Ganz besonders sind dem Makler auf dem Schild an der Baustelle die Logos der Kaufhauskette Woolworth, des Drogiermarktes Rossmann und Ernsting‘s Family ins Auge gestochen. Sie sind aus seiner Sicht definitiv als „innenstadtrelevant“ zu bezeichnen. „Woolworth war immer in Fußgängerzonen zuhause. Den habe ich noch nie auf der grünen Wiese gesehen“. Und mit „Ernsting‘s“ sei der Mietvertrag für den früheren Schlecker-Markt in der Neustädter Straße fast fertig gewesen, dann sei die Absage gekommen - zugunsten des Einkaufszentrums in der Röddenauer Straße. „Da fragt man sich doch, ob die Verträge ein zahnloser Tiger waren“. (von Andrea Pauly)

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der FZ am Donnerstag, 24. April.

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