Durchs historische Frankenberg

Auf ein Wort mit Soldan und Gerstenberg

+
Geschichte bekommt ein Gesicht: Die Komödie Frankenberg lässt zukünftig besondere Ereignisse aus vergangenen Zeiten der Illerstadt wieder aufleben. Ab Anfang Mai sollen besondere Stadtführungen für Kurzweil sorgen.

Frankenberg - Mal nachdenklich, mal mit Humor - die Komödie Frankenberg und die Stadt geben historischen Begebenheiten der Illerstadt ein Gesicht.

Ein Gespräch zwischen Philipp Soldan und Wigand Gerstenberg in der Rathausschirn, die Aburteilung von Hermann von Treffurt auf dem Burgberg oder tratschende Weiber an der Hospitalkirche - die Geschichte Frankenbergs soll - frei nacherzählt - lebendig werden. Die Komödie Frankenberg und die Stadt Frankenberg bieten ab Anfang Mai ganz besondere Stadtführungen an.

„Die Mutter des Gedanken ist Silvia Fries“, sagt Harald Hörl, Vorsitzender der Komödie. Die ehemalige Geschäftsführerin der Ederbergland-Touristik habe ihn angesprochen und gefragt, ob die Komödie nicht so etwas machen wolle.

Die Planungen laufen bereits seit mehr als einem Jahr, denn die Geschichte der Illerstadt will auch recherchiert sein. Außerdem muss es logistisch passen: „Wir mussten an kurze Wege denken“, sagt Karl-Willi Hirth von der Komödie. Daher beschränken sich die Führungen auf markante Gebäude. Insgesamt werden im Rahmen einer Führung sieben Stationen angesteuert: Startpunkt ist der Hexenturm. Danach geht es weiter zum Steinhaus, zum alten Rathaus, zur Liebfrauenkirche, auf den Burgberg, zur Hospitalkirche und in die Rathausschirn. Dort sollen alle Führungen mit einer gemeinsamen Brotzeit, für die die Frankenberger Landfrauen bereits ihre Unterstützung zugesagt haben, enden.

Die historischen Informationen zu den jeweiligen Orten kommen von den Stadtführern. Die Schauspieler selbst nehmen nicht an der Führung teil, sondern tauchen an den jeweiligen Spielstätten auf. Für das Ensemble der Komödie bedeutet das schnell sein, denn einige Schauspieler übernehmen an einem Abend mehrere Rollen.

Viele Kostüme hat die Komödie zwar im Fundus, jedoch musste sich das Ensemble für das ambitionierte Vorhaben der Stadtführungen mit weiteren mittelalterliche Gewändern eindecken. Fündig wurden sie bei Kostümschneiderin Anja Klaus in Schwarzenborn.

Für Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß ist die Idee eine „super Sache“. „Das bringt uns als Stadt weiter“, sagt der Rathauschef.

Rund zwei Stunden sollen die Führungen dauern und jeweils in den Abendstunden beginnen. Die Teilnehmerzahl ist auf Gruppen von 15 bis 30 Personen begrenzt. Deshalb ist die Teilnahme ausschließlich nach Anmeldung möglich. Die erste öffentliche Führung ist für den 9. Mai geplant, Karten gibt es erst ab 27. April, Anmeldungen dafür nimmt Astrid Krumpholz aber bereits unter Telefon 06451/505-113 entgegen. Die Karten kosten für Erwachsene 12,50 kosten und für Kinder 5Euro. Die genaue Uhrzeit wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Kommentare