Sicherheitstraining für Gemündener Grundschüler

"Wummi" fliegt durch halben Bus

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Gemünden - Drängeln beim Einsteigen, auf die Absperrgeländer klettern und während der Busfahrt im Gang herumtollen, all das werden die Jungen und Mädchen in Zukunft vermeiden. Sie wissen, welche Folgen unachtsames Verhalten beim Busfahren haben kann.

Die Grundschüler absolvierten ein Sicherheitstraining der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF). Dabei lernten sie, was sie beim Busfahren beachten müssen. Nachdem die Kinder einen Film zum Thema angeschaut hatten, ging es hinaus auf den Parkplatz, wo die Theorie durch eindrucksvolle Demonstrationen ergänzt wurde. Sabine Hörner-Zimmermann vom EWF zeigte ihnen im Bus, wo sich Nothammer, Feuerlöscher und Verbandskasten befinden und was im Notfall zu tun ist.

Sie durften den Nothahn zum Öffnen der Türen bedienen und selbst auf dem Fahrersitz Platz nehmen, um den toten Winkel kennenzulernen. Mittels einer Kartoffel veranschaulichten Hörner-Zimmerman und Busfahrer Peter Geitz die enormen Kräfte, die auf einen Fuß wirken, der unter die Reifen des schweren Gefährts gerät.

Die Schüler ahnten schon, dass am Ende nur noch Kartoffelbrei in dem Schuh übrig bleib. Am eigenen Leibe erlebten die Jungen und Mädchen aus den Klassen 3a und b mit ihrer Lehrerin Nicole Gleim das Trägheitsgesetz: Eine Vollbremsung mit zehn Stundenkilometern ruckt schon recht stark, bei 30 Kilometern pro Stunde flog der Plüschelefant „Wummi“ durch den halben Bus. Deshalb sollen sich die Fahrgäste auch immer hinsetzen, wenn Plätze frei sind, und nicht im Gang stehen bleiben.

Doch all die Vorsichtsmaßnahmen hießen nicht, dass Kinder während einer Busfahrt mucksmäuschenstill sein müssten, damit der Fahrer sich konzentrieren könne. Die Fahrer seien ja einen gewissen Geräuschpegel gewohnt und könnten damit umgehen, erläuterte Sabine Hörner-Zimmermann. „Aber Busfahrer sind auch nur Menschen, die mal einen schlechten Tag haben können“, warb sie um Verständnis bei den Schülern. (kp)

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