Einstiegsmöglichkeiten für Taucher

Wunderschön, auch unter Wasser: Der Edersee

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DLRG Einsatztaucher bei einem Übungstauchgang am Edersee von links: Susanne Partsch, Bernhard Partsch, Marion Siebert, Thomas Lang.

Waldeck. Der Edersee ist wunderschön – auch unter Wasser. Im Rahmen des Projektes „medien@schule“ hat Schüler Lukas Plaum der Klasse 10D von der Söhre-Schule in Lohfelden über den Tauchsport am Edersee geschrieben.

Der Edersee ist ein beliebtes Tauchgewässer mit zwei öffentlich ausgeschriebenen Tauchrevieren in denen das Tauchen abwechslungsreich und interessant ist und es viel zu entdecken gibt.

Da der Edersee eine Bundeswasserstraße ist, werden die beiden Tauchzonen mit gelben Bojen gekennzeichnet. Hier ist Angeln, Segeln und Surfen untersagt, was ein sicheres Ab- und Auftauchen ermöglicht. Auch die Einsatztaucher der DLRG wissen dieses Tauchgebiet zu schätzen und nutzen es gerne für ihre Übungstauchgänge.

Das Tauchgebiet „Berich“ (Tauchzone1)

Die Bericher Bucht hat zwei Einstiegsmöglichkeiten: Einmal am Denkmal des überfluteten Ortes Berich und an der „großen Eiche“. An beiden Stellen gibt es kleine Parkmöglichkeiten.

Einstieg Denkmal:

Zum Ufer der Tauchzone am Denkmal (Alt-Bringhausen) führt ein schmaler Trampelpfad hinunter. Am Uferbereich angekommen kann man bereits häufig unterschiedlichste Schwarmfische bestaunen. Taucht man in Richtung Osten, findet man am Grund Überreste des alten Dorfes Berich: alte Straßen, Grundmauern, Tröge, Schriftplatten und eine 10 Meter lange Klostermauer. In dem Gebiet trifft man auch häufig auf mittelgroße Hechte und Zander.

Einstieg Eiche:

Von hier aus kann man die Klostermauer gut antauchen. Den genauen Kurs am besten an der Tauch-Basis erfragen.

Im Gegensatz zum Ort konnte die Brücke nicht vollständig gesprengt werden und ist daher bei Tauchern beliebt. Sie führte früher über die Eder, liegt heute in einer Tiefe von bis zu 33 Metern. Erfahrene Taucher raten aber davon ab, dort hin zu Tauchen, da die Brücke außerhalb der Tauchzone liegt. Ein direktes Auftauchen kann lebensgefährlich sein (durch den Schiffsverkehr z.B. durch die Weiße Flotte).

Tauchbasis Edersee

Die Tauchbasis liegt zwischen den Einstiegen „Eiche“ und „Sitte“ am Parkplatz der Seilstation. Da am Edersee kein Kompressor verwendet werden darf, kann man hier auch Flaschen auffüllen lassen oder Tauchequipment mieten.

Karte: Hier liegen die Einstiegsmöglichkeiten am Edersee:

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Das Tauchgebiet „Sitte“ (Tauchzone 2)

Auch hier ist ein Parkplatz auf der rechten Straßenseite vorhanden. Bei Vollstau erreicht man bequem über eine schmale Treppe das Wasser (bei guten Wasserverhältnissen und gutem Wetter ein echter Engpass). Zusätzlich sind im Flachwasserbereich überflutete Bäume und Sträucher, in denen sich oft kleinere Schwarmfische und mittelgroße Hechte aufhalten. In Richtung Süden fällt der Hang bis auf 36 Meter Tiefe ab. Taucht man links vom Einstieg, kann man auf ca. 30 Meter zwei alte Boote entdecken und begutachten.

Tauchen am Edersee ist bereits so beliebt, dass die Tauchzonen (die Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten) ­- gerade bei guten Bedingungen - überlaufen sind.  So wäre es wünschenswert, wenn noch weitere attraktive Tauchzonen zur Verfügung ständen. Aber auch weitere Einstiegsmöglichkeiten würden es den Tauchern erleichtern, berichtet ein Taucher der DLRG.

Im Moment ist der Edersee durch die starken Regenfälle der letzten Wochen randvoll und über sechs bis sieben Metern Tauchtiefe sehr trübe (mit wenig Sichtweite). Aber in tieferen Regionen wird es klar und man kann die Unterwasserlandschaft bei erfrischenden 9 °C Wassertemperatur genießen.

Von Lukas Plaum

Anmerkung: Rund 250 Acht-, Neunt- und Zehntklässler haben im Rahmen des Projektes „medien@schule“ Artikel, Fotos und Videos für HNA.de erstellt. Das Projekt von Hessischer Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und der HNA findet im Rahmen von „Medien machen Schule“ statt. Es soll zeigen, wie neue Medien und soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube, Twitter und Instagram funktionieren. Hier finden Sie weitere Artikel, die während des Projekts entstanden sind.

Quelle: HNA

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