Rotorenlärm, Windgeräusche und Schatten

Wunderthausen protestiert gegen Bromskircher Windräder

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Bromskirchen/Wunderthausen. In Wunderthausen regt sich Protest gegen die zwölf Windräder, die die Gemeinde Bromskirchen in Sichtweite des Bad Berleburger Stadtteils plant. Im „Windpark Bromskirchen West“, wo bereits fünf 100 Meter große Windräder stehen, könnten zwölf Räder mit 220 Metern Höhe gebaut werden.

Ortsvorsteher Michael Schneider hat sich nun an den Bromskircher Gemeindevorstand gewandt.

„Diese unnatürliche Dimension und das Ganze gleich zwölf Mal nebeneinander auf dem bisher idyllisch wirkenden Bergrücken oberhalb der Ortschaft ist für keinen Menschen wirklich vorstellbar. Allein die Erwähnung der Ausmaße wirkt schon beängstigend“, hat er in seiner Stellungnahme an den Gemeindevorstand geschrieben, die der HNA vorliegt.

Schon jetzt, so der Ortsvorsteher, würden die Bürger unter der ständigen Immissionsbelastung - Rotorenlärm, Windgeräusche und Schatten - der fünf bestehenden Anlagen leiden. „Dass bei diesen Anwohnern die Akzeptanz für ein Repowering bzw. die Aufstellung weiterer Anlagen gleich Null ist, versteht sich von selbst“, schreibt Schneider weiter.

Bromskirchens Bürgermeister Karl-Friedrich Frese könne die Bedenken der westfälischen Nachbarn verstehen, sagte er der HNA. Die Stellungnahme des Ortsvorstehers werde wie alle anderen Anregungen - etwa von Naturschützern, Landkreis, Regierungspräsidium und Bürgern - für die Planung ausgewertet, was nach Ostern geschehen sein könnte. Frese versprach, größten Wert darauf zu legen, „dass die rechtlichen Rahmenbedingungen penibel eingehalten werden“ - dazu zählt beispielsweise der Abstand zu Wohnhäusern.

Schon jetzt geht Frese davon aus, dass nicht alle der zwölf Windräder bei Wunderthausen gebaut werden können, weil etwa der Vogelschutz berücksichtigt werden müsse. „Die Chance, dass da jemals neue Windräder hinkommen, steht höchstens bei 50 zu 50“, schätzt Frese.

Er berichtete aber auch, dass nicht alle Wunderthäuser gegen die Windräder seien. Einige hätten den Investoren schon ihre Grundstücke zum Kauf angeboten. (jpa)

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Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

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