Runder Tisch zum Schwerverkehr auf der Bundesstraße 252 mit Minister Posch

Zählungen überprüfen

Lastwagen auf der Bundesstraße: Auch hier in Bottendorf ist der Schwerverkehr auf der B 252 ein Dauerthema. Archivfoto: Biedenbach

Wetter-Todenhausen. Prüf- und Diskussionsbedarf beim Thema Verkehrszählungen hat Verkehrsminister Dieter Posch bei einem Runden Tisch zur Bundessstraße 252 im Bürgerhaus Todenhausen eingeräumt. Posch sicherte zudem zu, er werde sich für einen Planfeststellungsbeschluss für Umgehungsstraßen im Jahr 2011 mit aller Kraft einsetzen. Auch werde er alles tun, um bis zur Fertigstellung den Lärmschutz der Anwohner zu verbessern.

Erstmals trafen sich Hessens Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) und Vertreter der Bürgerinitiative für eine Umgehungsstraße im Wetschaftstal (BI). „Zum ersten Mal hat man uns zugehört, und wir konnten tatsächlich Fragen an Verantwortliche stellen“, sagte der Sprecher der BI, Helmut Naumann, bei der anschließenden Pressekonferenz.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Christean Wagner und Todenhausens Ortsvorsteher Ralf Funk, der ebenfalls der BI angehört, hatten den Runden Tisch vereinbart, nachdem die Aktionen der BI entlang der Bundesstraße für Aufsehen gesorgt hatten. Bei dem Gespräch, zu dem auch die Bürgermeister der Anliegergemeinden Münchhausen, Wetter und Lahntal sowie Parteienvertreter und Vertreter der BI geladen waren, ging es nach Aussagen von Wagner um zwei Punkte: Um ein mögliches Durchfahrverbot für Lkw auf der heutigen B252 und um eine möglichst schnelle Fertigstellung der Ortsumgehungen. Kritik hatte die Bürgerinitiative immer wieder an den Verkehrszählungen auf der Bundesstraße geübt. Diese waren trotz unter anderem einer Dauerzählstelle in Münchhausen so lückenhaft vorgenommen worden, dass das Hessische Verwaltungsgericht schließlich keine ausreichende Datengrundlage für die Aufrechterhaltung des Lkw-Durchfahrverbotes gesehen hatte. Posch räumte bei der Pressekonferenz ein, dass es offensichtlich „Prüf- und Diskussionsbedarf“ bei den verantwortlichen Stellen gebe. Naumann regte an, dass die BI und die Anliegergemeinden in die Planung der Zählungen einbezogen würden. (ky)

Quelle: HNA

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