Positive Bilanz der Bad Wildunger Beherbergungsbetriebe

Zahl der Gäste stieg erneut

Ein Prunkstück: Die Wandelhalle in Bad Wildungen zählt zu den Besuchermagneten im Bäderzentrum. Laut Erkenntnissen des Stadtmarketings legen immer mehr Urlauber großen Wert auf Qualitätsunterkünfte und Angebote. Archivfotos:  nh

Bad Wildungen. Die Bad Wildunger Beherbergungsstatistik weist für das vergangene Jahr Zuwächse aus. Die Zahl der Gäste stieg im Vergleich zum Jahr 2010 um 3,1 Prozent auf 124 076, und auch die Zahl der Übernachtungen stieg um 0,8 Prozent auf 1 424 591.

Ute Kühlewind und Reckhard Pfeil vom Stadtmarketing sowie Bürgermeister Volker Zimmermann stellten die Zahlen des statistischen Landesamtes als auch die aus der eigenen – auf die Kurbeitragseinnahmen gestützten Daten – für das Jahr 2011 vor.

„Allerdings sind bei der Landesstatistik nur Betriebe mit bis zu acht Betten erfasst. Dass ist eine gravierende methodische Schwäche“, sagte Volker Zimmermann.

Dennoch ginge der allgemeinen Trend nach oben. „Wir können mit der Entwicklung durchaus zufrieden sein. Wir haben bei den Gästeankünften den nach 2009 zweithöchsten Wert überhaupt erreicht“, sagte der Verwaltungschef.

Von den über 1,4 Millionen Übernachtungen fanden etwa 210 000 in Hotels und Pensionen statt, während rund 1,25 Millionen auf die Kliniken entfielen, berichtete Reckhard Pfeil. „Es fällt ins Auge, dass Vermieter, die sich auf die Zukunft eingestellt und investiert sowie modernisiert haben, in der Regel Zuwächse erzielen konnten“, erklärte Ute Kühlewind.

Die Marketingchefin führt dies unter anderem auf Workshops mit Vermietern zurück. „Wir ernten nun die ersten kleinen Früchte.“ Bad Wildunger Beherbergungsbetriebe würden unter anderem auch vom National- und Naturpark sowie von der touristischen Arbeitsgemeinschaft Erlebnisregion Edersee profitieren.

„Wir müssen uns weiter unser eigenes Profil erarbeiten und besonders auf Qualität setzen“, forderte Ute Kühlewind. Viele ehemalige Klinik- und Reha-Patienten würden als Urlauber in die Badestadt zurückkehren. „Wir verzeichnen auch immer mehr Gäste und auch Gastgeber von der Nordsee.“

Das Bäderzentrum stünde im direkten Wettbewerb mit in- und ausländischen Konkurrenten, stellte Volker Zimmermann fest. „Wir werden es nur über Qualität schaffen konkurrenzfähig zu bleiben.“ Nach Auskunft von Reckhard Pfeil spielen die Naturangebote eine immer größere und wichtigere Rolle. „Das wird nicht zuletzt an der Flut von Prospekten deutlich, die wir zurzeit verschicken.“

An der eigenen Statistik könne man zudem erkennen, dass es eine Verschiebung der Kunden von Kleinbetrieben zu größeren Anbietern bei den Privatgästen und eine Wanderung der Gäste von Reinhardshausen nach Wildungen geben würde. Pfeil: „Betrachtet man hier die kleinen und mittleren Vermieterbetriebe, so verlor Reinhardshausen im Vorjahr gegenüber 2010 bei Gästeankünften und Übernachtungen jeweils rund 13 Prozent. Das Schwesterheilbad Bad Wildungen hingegen konnte im gleichen Zeitraum bei den Gästen um 13,9 Prozent und bei den Übernachtungen 9,6 Prozent hinzugewinnen.“

Von Uli Klein

Quelle: HNA

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