Zahl der Jägerinnen im Kreis steigt - aber langsamer als im Bundestrend

Waldeck-Frankenberg. Im Vergleich zum Bundesschnitt ist die Zahl der Jägerinnen in Waldeck-Frankenberg noch sehr niedrig. Während laut Deutschem Jagdschutzverbandes (DJV) bundesweit bereits zehn Prozent der Jagdscheinbesitzer Frauen sind, sind im Landkreis unter 1600 Jägern nur 50 Frauen.

Das ist eine Quote von rund drei Prozent. Im Altkreis Frankenberg sind es fünf Prozent. Auch beim Anstieg zeigt sich ein unterschiedliches Bild. Bundesweit stieg die Zahl innerhalb von 20 Jahren von einem auf die oben genannten zehn Prozent. Einen solchen Zuwachs gibt es im Landkreis nicht. „Ein signifikanter Trend ist in Waldeck-Frankenberg eigentlich nicht festzustellen. Die Zahl der Jägerinnen ist eher langsam und kontinuierlich über die Jahre gestiegen“, berichtet Dr. Hartmut Wecker, Sprecher des Landkreises. Deutschlandweit sind die Zahlen dagegen deutlich: „Wir haben einen klaren Trend“, sagt Torsten Reinwald vom DJV. Vor allem bei den 16- bis 30-jährigen Frauen sei das Interesse groß.

Der DJV befragte 1500 Jungjäger zu ihrem Motiv, auf die Jagd zu gehen: 85 Prozent äußerten, dass sie gerne in der Natur sind. Frauen kommen häufig über die Hundeausbildung zur Jagd, während manche Männer sich für die Jagd entscheiden, weil sie gerne Wildbret essen, heißt es in der Studie.

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Quelle: HNA

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