EU zahlt den Bauern im Kreis Millionen

Waldeck-Frankenberg. Die EU hat im vergangenen Jahr insgesamt mehrere Millionen Euro als Agrar-Subventionen an Landwirte in Waldeck-Frankenberg gezahlt

Die genaue Summe ist nicht bekannt, insgesamt gab es 2170 Antragsteller aus dem Kreis. Darüber gibt eine Datenbank der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Auskunft.

Die einzelnen Namen der Begünstigten sowie die exakten Geldbeträge waren jahrelang geheim gehalten worden. Nach einer EU-Verordnung musste die Bundesanstalt diese Daten aber jetzt für die Öffentlichkeit freischalten: www.agrar-fischerei-zahlungen.de/suche

„Die Kreisbauernverbände Waldeck und Frankenberg stehen der Offenlegung eher kritisch gegenüber, sehen sie aber auch als Chance, sich differenziert mit dem Thema auseinanderzusetzen“, teilt Stephanie Wetekam, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes Waldeck mit - auch für ihren Frankenberger Kollegen Matthias Eckel.

„Betrachtet man die Historie zur Entstehung der Agrar-Ausgleichszahlungen“, sagt Wetekam, „so wird eines deutlich: Auch wir in Deutschland hatten insbesondere in der Nachkriegszeit einen echten Mangel an Lebensmitteln, verursacht durch fehlende Produktion. Diesem Mangel wollte man auch politisch entgegenwirken und die heimische Produktion von Nahrungsmittel fördern und ausbauen. Die Preissteigerungen im Lebensmittelbereich blieben jedoch von jeher aus.“

Die Kreisbauernverbände würden es begrüßen, wenn in allen Wirtschaftszweigen Förderungen transparent wären, um einen Vergleich möglich zu machen.

Allein unter der Postleitzahl der Kreisstadt Korbach findet man 165 Einträge von Landwirten, Firmen und anderen Institutionen, die im vergangenen Jahr Agrar-Subventionen von der EU erhalten haben. Mehr dazu in der gedruckten Mittwochausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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